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Tourismusförderung: Hochseilgarten bei Waldhausen geplant
Bekommt Tübingen bald auch so einen Hochseilgarten samt Kinderparcours, ähnlich diesem im Herrenberger Waldseilgarten? Archivbild: Mozer
Klettern nicht nur für Touristen

Tourismusförderung: Hochseilgarten bei Waldhausen geplant

Die Tübinger WIT verhandelt mit Forst und künftigen Betreibern über einen Kletterpark bei Waldhausen – eins von vielen Tourismus-Projekten.

15.12.2016
  • Volker Rekittke

Wer im Hochseilgarten klettern will, muss bislang Richtung Herrenberg oder Nagold fahren. Oder zum Schloss Lichtenstein am Albtrauf. Das könnte sich bald ändern: „Wir sind in Gesprächen mit dem Forst und einem möglichen Betreiber über einen Hochseilgarten bei Waldhausen“, sagt der Tübinger Wirtschaftsförderer Thorsten Flink – der Standort wäre am Rittweg Richtung Bebenhausen. Das ist nur eins der vielen Projekte, mit denen sich Flink und Manuela Feiler, die Tourismus-Zuständige bei der WIT, derzeit beschäftigen. Und so ein Kletterpark wäre ganz bestimmt eine touristische Attraktion für Tübingen.

Eins der Mega-Themen ist auch bei der Tourismusförderung die Digitalisierung. Der Trend im Internet – ganz gleich ob auf klassischen Webseiten oder bei Social Media – geht in Richtung bewegte Bilder. Mehr Videos sollen die Besucher in spe aus aller Welt nach Tübingen locken. „Ein gemeinsamer Web-Auftritt“, so Feiler, „wäre wünschenswert“ – wenn auch nicht ganz einfach. Denn in Tübingen gibt es viele Akteure, die schon seit Jahren nebeneinander her arbeiten. Immerhin bekam die WIT für die neue „Marke Tübingen“ samt renoviertem Stadt-Logo etliche Organisationen unter einen Hut: den Handel- und Gewerbeverein (HGV), den Bürger- und Verkehrsverein (BVV), die Stadtmarketing-Firma „Tübingen Erleben“, die Wirte der „TüGast“ und die Stadtverwaltung. Gemeinsam an einem Strang ziehen, das ist Feiler und Flink wichtig, denn: „Die Stadt ist unsere Marke.“ Geworben wird jetzt im In- und Ausland mit dem Slogan: „Tübingen – Junges Leben seit 1477“, dem Gründungsjahr der Universität. Die Besucher/innen sollen „eintauchen in Altstadtgassen, Uni-Flair und Innovationsschmieden“, so Feiler: „Dichter und Denker, Lebensgefühl und Zukunft, das beschreibt Tübingen gut.“ Man will verstärkt in Richtung Intellektuelle und junge Erwachsene werben, das coole, hippe Tübingen hervorheben. Dafür fahren Feiler und Flink bis nach Zürich zur größten Schweizer Tourismusmesse FESPO, lassen Tübingen über eine Online-Marketingkampagne in Italien bewerben (bei der drei Millionen Menschen erreicht worden seien), lassen tausende Flyer unter Plakaten in Zügen der Nordschweiz auslegen, wenden sich auch hierzulande verstärkt der Stuttgarter Tourismusmesse CMT zu – und sogar den Metzingern, mit denen man zuletzt noch wegen der ausufernden Outlet-Shoppingmeile über Kreuz lag. Flink: „Wir gehen auf Metzingen zu – und würden uns über eine verstärkte Kooperation beim Tourismus freuen.“ Auf der CMT werde mit Pauschalreisen in der Region geworben – „vom Tübinger 4-Sterne-Hotel Krone bis zum Schäferwagen auf der Hopfenburg bei Münsingen“.

Bei allem sei behutsames Vorgehen wichtig, so Feiler: „Wir müssen die Balance wahren. Wenn zu viele Touristen kommen, kann das umkippen.“ Und die Tübinger Bevölkerung ist irgendwann nicht mehr „amused“. Deshalb sei es wichtig zu vermitteln, dass viele Tourismus-Projekte auch den Einheimischen zugute kommen – ganz gleich ob öffentliche Toiletten in der Altstadt, Rad- und Wanderwege rund um Tübingen oder der geplante Kletterpark bei Waldhausen.

Wirtschaftsförderer weisen Hotelier-Vorwürfe zurück

Der Tübinger Wirtschaftsförderer Thorsten Flink und Tourismus-Expertin Manuela Feiler (beide WIT) weisen die Vorwürfe des Hotel-Gewerbes im Zusammenhang mit der Ibis Styles-Eröffnung zurück (wir berichteten). Nach ihren beim Statistischen Landesamt angeforderten Zahlen (Januar bis September 2016) sei die Zahl der Betten durch das Ibis Styles in Tübingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 14 Prozent gestiegen –jedoch hätten auch die Übernachtungen um 8 Prozent zugenommen.

Die Tübinger Wirtschaft „von Horn bis Erbe“ habe stark für ein zusätzliches Hotel plädiert, so Flink: „Viele größere Firmengruppen würden gar nicht nach Tübingen kommen, wenn wir das Hotel nicht hätten.“ Und schließlich sei die WIT „nicht nur für die Hoteliers zuständig“.

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15.12.2016, 01:00 Uhr

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