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Bulldog-Parade für guten Zweck

Traktoren tuckern mit Tempo 15 durch Bierlingen

Fast 30 Traktoren inklusive Fahrer fuhren am Samstagnachmittag bei der Börstinger Bulldog Parade mit. Der Erlös des Traktor-Treffens geht an das Frühstücksprojekt von Maria-Theresia Höschle.

23.08.2010
  • Katharina Tomaszewski

Bierlingen. Horst Erdmann ist einer der Initiatoren der Bulldog-Parade. Seit über 10 Jahren versammeln sich hier Traktorfahrer und -liebhaber aus Starzach einmal pro Jahr, um anschließend in Kolonne durch den Ort zu bullern. Am Samstag konnte Erdmann jedoch zum ersten Mal nicht mitfahren: „Mein Traktor hat ein Getriebeproblem“. Hinterher grillten Freunde von Erdmann rote Würste und schenkten Bier aus. Der Erlös des Grillfests kommt dem Frühstücks-Projekt von Schwester Maria-Theresia Höschle in Guatemala zugute. Höschle war früher Grundschullehrerin in Bierlingen.

Dieses Jahr startete die Parade beim neu gebauten Grillplatz am Ortsende Richtung Sulzau. Allen voran fuhr der Bierlinger Tony Faiß, von Beruf Busfahrer, der seinen Dieselross Baujahr 1956 mit Sonnenblumen und blau-gelben Schleifen dekoriert hatte. Faiß leitete den Zug über die Brechengasse zur Hauptstraße und fuhr quer durch den Ort, vorbei an Kirche und Rathaus, wo 20 Passanten den Fahrern zuwinkten. Danach tuc kerten die Traktoren mit Tempo 15 wieder zurück zum Grillplatz.

Unter den 30 landwirtschaftlichen Fahrzeugen waren überwiegend Oldtimer. So wie Joachim Koschewskis Unimog von Mercedes-Benz, Baujahr 1962. Der Unimog wurde ursprünglich für die Bundeswehr konzipiert, wegen seiner Flexibilität stellte Mercedes aber auch Modelle für die Landwirtschaft her. Solch eines hat der Börstinger Koschewski. Sein Unimog hat Allradantrieb, eine Ladefläche, unter der sich ein Haken für einen Anhänger versteckt. „Auf dem Land braucht man einen Traktor, das ist das Wichtigste“, findet Koschewski. Der Oldtimerfan besitzt 33 Fahrzeuge, mit denen er regelmäßig zu Ausstellungen fährt.

Der Arzt Josef Deibler aus Hirrlingen hat für seinen Traktor einen Anhänger zu einem Reisegefährt umgebaut. Darauf befindet sich ein Tisch mit zwei Sitzbänken, überdacht von einer Abdeckplane auf einem Metallgerüst. Bei längeren Strecken, wie vor einigen Wochen nach Spanien, nimmt Deibler auch einen Campingkocher und eine Campingtoilette mit. Die Sitzbänke lassen sich zum Schlafen ausziehen. Die Zugmaschine ist ein Bautz Jahrgang 1954. „Er schluckt zwar nur 8 Liter auf 100 Kilometer, dafür braucht man aber für 200 Kilometer drei Tage“, sagte Deibler.

Auf seinem Allgaier Porsche von 1952 kann Werner Kammerer sogar Holz sägen. Im Herbst fährt der Schwalldorfer damit in den Wald und sägt Feuerholz klein.

Traktoren tuckern mit Tempo 15 durch Bierlingen
Bierlingen am vergangenen Samstagnachmittag: Rund 30 Schlepper fahren durch den Ort. Bild: Ulmer

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23.08.2010, 12:00 Uhr

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