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Vom Wasser aufs Rad – Tipps zum Zeitsparen von Profi Bazlen und Schwimmlehrer Fahrner

Triathlon: Der Wechsel, die vierte Disziplin

Langsam wird´s ernst. In gut sechs Wochen steigt der erste Tübinger City-Triathlon. Und das Vorbereitungstraining läuft auf Hochtouren, am Mittwoch sogar mit einer Spezialeinheit: Profi-Triathletin Svenja Bazlen gab im Freibad Tipps für den Wechsel zwischen den Disziplinen.

19.06.2015
  • david Scheu

Tübingen. Großer Auflauf am vergangenen Mittwoch im Tübinger Freibad: Neben dem regulären Betrieb war auch die Trainingsgruppe zu Gast, die sich seit April auf den Tübinger City-Triathlon vorbereitet. Nicht weniger als 40 Sportbegeisterte fanden den Weg ins kühle Nass und stellten die Planer vor eine kleine logistische Herausforderung. „Es werden Woche für Woche mehr, je näher das Event rückt. Für viele ist der Mittwochabend inzwischen ein fixer Termin“, freut sich Organisator Alexander Wütz.

Zur Gruppe zählt auch Heidi Link, die seit dem ersten Training im April keine Einheit verpasst hat. „Der Muskelkater lässt mittlerweile nach, die Fortschritte machen sich also bemerkbar“, sagt die Lustnauerin. Nach jeweils vier Wochen Kraft- und Lauftraining arbeitet die Gruppe aktuell an ihren Schwimmfähigkeiten, ehe im Juli noch vier Wochen das Radfahren im Fokus steht. Das Training vorgestern war jedoch ein besonderes: Schwimmtrainer Marcel Fahrner erhielt Unterstützung von Svenja Bazlen, Profi-Triathletin und 2012 in London Olympia-Teilnehmerin. Bazlen freut sich, dabei zu sein: „Es ist richtig schön, dass Tübingen jetzt einen eigenen Triathlon hat. Da mache ich gerne mit und gebe meine Erfahrungen weiter.“

Mit ihrer Gruppe legte sie einen Schwerpunkt auf das Wechseltraining. „Wechseln ist die vierte Disziplin, da könnt ihr viel Zeit gewinnen und verlieren. Deshalb solltet ihr die drei Sportarten nicht nur isoliert trainieren“, instruiert Bazlen die Triathlon-Novizen. Im Fokus stand dann in den folgenden 90 Minuten der Übergang vom Rad auf die Strecke. Bazlen: „Der ist für die Muskulatur besonders schwierig. Auf den ersten Kilometern fühlt sich ein Ungeübter oft, als würde er auf Eiern laufen.“

Damit das den Teilnehmern am 2. August nicht passiert, wurden am Beckenrand acht Rennräder der Tübinger Firma Bikedreams aufgebaut. Viermal vier Minuten hieß es strampeln was das Zeug hält. Dazwischen ging’s auf eine Laufstrecke rund um das Freibad-Gelände.

Training auf drei Bahnen im Freibad

Während der letzten Minute auf dem Rad bereitete Bazlen die Teilnehmer auch schon auf das Laufen vor: „Visualisiert schon mal die Laufstrecke, gleich wird gewechselt. Jetzt aber nochmal Vollgas!“ Auch auf wichtige Regeln wies sie die Sportler hin: So muss etwa der Helm in der gesamten Wechselzone aufgelassen werden, zudem die Startnummer von hinten (Radfahren) nach vorne (Laufen) gedreht werden. „Das vergessen viele, es gehört aber einfach dazu.“

Das zeitgleiche Schwimmtraining mit einer zweiten Gruppe leitete Marcel Fahrner, an der Uni Tübingen für die Schwimmausbildung zuständig, dazu Autor von Fachliteratur. Drei Bahnen à 25 Meter wurden im Freibad für das Training geblockt. Und auf diesen feilte Fahrner mit den Teilnehmern an ihrer Kraulschwimmtechnik, gab vielen konkretes Einzelcoaching – vor allem zu ihrer Wasserlage und Körperhaltung: „Viele fahren im Wasser Rad. Diese Beinbewegungen sind schlecht und müssen weg, damit der Wasserwiderstand nicht zu groß wird.“

Zweimal noch coacht Marcel Fahrner die Gruppe, ehe vom 8. Juli an die letzte Disziplin in den Mittelpunkt rückt: Florian Tenbruck vom Elite-Amateurteam Racing Students wird die Teilnehmer vier Wochen lang auf dem Rennrad fit machen.

Triathlon: Der Wechsel, die vierte Disziplin
Training für den Ernstfall am 2. August: Die einen ziehen ihre Bahnen, die anderen strampeln sich warm, angeleitet von Triathlon-Profi Svenja Bazlen (im blauen T-Shirt) und Schwimmlehrer Marcel Fahrner vom Sportinstitut.Bild: Ulmer

Es werden immer mehr: Waren es beim ersten Training im April noch 15 Teilnehmer, stieg die Zahl seitdem kontinuierlich an. „Nach dem Artikel im TAGBLATT vom 2. Mai hat sich die Teilnehmerzahl auf einen Schlag verdoppelt“, berichtet Organisator Alexander Wütz. Am Mittwoch nutzten gar 40 Sportbegeisterte das vom Sponsor Mey Generalbau angebotene Training, um sich auf den Triathlon vorzubereiten – neuer Rekord. Nächste Woche soll daher in zwei Gruppen von 18.30 bis 19.15 und 19.15 bis 20 Uhr trainiert werden, um den Ansturm logistisch zu bewältigen. Und auch das Rennen selbst kommt bestens an. „Wir haben schon jetzt über 1000 Anmeldungen für den 2. August“, verriet Organisator Ulrich Fabricius am Rande des Trainings. Täglich kommen bis zu zehn Neuanmeldungen rein. So kann Fabricius mit einer Teilnehmerzahl von 1500 rechnen. Zudem nimmt auch die mediale Aufmerksamkeit weiter zu. Ab dem 30. Juni wird Svenja Bazlen jeden Dienstag in knapp zehnminütigen Folgen im Regionalsender RTF Tipps zur richtigen Vorbereitung auf den Triathlon geben.

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19.06.2015, 12:00 Uhr

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