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Höhepunkt der Heimattage 2013 mit Landesfesttagen in Rottenburg

Trotz Tradition auch modern

Die Heimattage 2013 sollen die Neckar-Region zwischen Rottenburg und Sulz in eine große Sommerfestbühne verwandeln. Rottenburg richtet im September die „Landesfesttage“ mit dem großen Festumzug aus, flankiert von der Weltmeisterschaft der Fahnenschwinger und einer Gourmetmeile.

14.06.2012
  • Martina Lachenmaier

Horb/Rottenburg. Heimat ist nichts Altmodisches. Sie stiftet Identität unter den Menschen der Region und sie gibt reichlich Anlass zum Feiern. Das war der Tenor bei der gestrigen Pressekonferenz der Veranstalter der Heimattage 2013 im Horber Bürgerkulturhaus.

„Das Wort Heimat war einmal verrucht“, sagte Rottenburgs Erster Bürgermeister Volker Derbogen. Jetzt wolle man den vielen Besuchern zeigen, wie das Neckar-Erlebnis-Tal Heimat definiert: Spannend, erlebnisreich, vital und trotz Tradition auch modern. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unserer Heimat für unsere Städte und Gemeinden werben zu können.“

Erstmals hat ein Verein, in diesem Fall der Neckar-Erlebnis-Tal-Verein (N.E.T.) die Organisation der Heimattage übernommen. Dies sei eine Neuheit, informierte der N.E.T.-Vorsitzende Axel Blochwitz. Aber da man sich kenne und ohnehin im Neckartal gut zusammenarbeite, sei dies nicht von Nachteil, ergänzte Horbs Oberbürgermeister Peter Rosenberger. Derbogen bezweifelte, dass eine Stadt allein die Heimattage hätte stemmen können. Neu ist auch, dass die Heimattage sowohl Landkreis- als auch Regierungsbezirksgrenzen überspringen.

Für die Veranstaltungen ist die Agentur MPS verantwortlich. Deren Mitarbeiter Christopher Wünsche stellte die Hauptveranstaltungen im Heimattagesommer 2013 vor. Die Kommunen werden demnach Großveranstaltungen stemmen, die weit in die Region ausstrahlen und bis zu 50 000 Besucher anlocken sollen.

Den Heimattage-Auftakt macht Horb mit dem „Baden-Württemberg-Tag“ am 4. und 5. Mai. Der SWR kommt mit seiner Showbühne und eventuell mit einer Schlagerparty. Auf einem Markt der Möglichkeiten stellen sich Kommunen, Firmen, Vereine und Organisationen vor. Hinzu kommen ein Energiemarkt, Fahrgeschäfte und eine lange Einkaufsnacht. „Baden-Württemberg im Mittelalter“ greifen die Horber Ritterspiele vom 14. bis 16. Juni auf.

„Baden-Württemberg bewegt sich“ heißt es am 22. und 23. Juni auf dem Eutinger Flugplatzgelände. Oldtimer und historische Schlepper gibt es zu sehen, ein Ballon-Massenstart ist geplant und ein Luftschiff-Treffen in Vorbereitung. Eutingen zeigt die Entwicklung von Verkehr, Technik und Mobilität vergangener Jahrzehnte auf Straße, Schiene und in der Luft.

Auch Mundarttage sind in Rottenburg

Bei „Baden-Württemberg schwätzt“ vom 12. bis 14. Juli huldigt Rottenburg der Mundart mit Kabarett, Musik und Lesungen. Unter anderem sollen Sebastian-Blau-Preisträger einen Abend gestalten.

Traditionsgemäß sind die „Landesfesttage“ mit Verleihung der Heimatmedaille der Höhepunkt der Heimattage. Sie sind in Rottenburg am 7. und 8. September. Geboten sind zudem die Weltmeisterschaft der Fahnenschwinger und eine Gourmetmeile.

Läufer, Walker, Radler und Inliner haben bei „Baden-Württemberg macht mobil“ am 15. September das ganze Neckartal von Rottenburg bis Sulz für sich. Mobil ohne Auto ist dann die Devise.

Die Vielfalt der Theaterkunst, von Kindertheater bis zu politischem Kabarett, präsentiert Sulz bei „Baden-Württemberg macht Theater“ vom 3. bis 5. Oktober. Der Landesamateurtheaterpreis „Lamathea“ wird erstmals bei den Heimattagen vergeben.

Etwa 100 Veranstaltungen von lokalen Vereinen sollen noch hinzu kommen. Da müsse dann aber mehr geboten werden als ein „Heckebeerlesfeschd“, sagte Heimattage-Projektleiter Klaus Bormann bei der gestrigen Pressekonferenz.

Trotz Tradition auch modern
Auch mit diesem Foto wirbt der Verein Neckar-Erlebnis-Tal für die Heimattage 2013: Der Spielmannszug der Rottenburger Bürgerwache vor der Zehntscheuer.

Familiengerecht und von den Preisen her sozialverträglich sollen die Heimattage sein, damit möglichst viele Menschen mitfeiern können. Gleichzeitig dürfe kein Defizit erwirtschaftet werden, das habe man den Kommunen versprochen, sagte gestern der Projektleiter der Heimattage, Klaus Bormann.
Das Land steuert 155 000 Euro bei. Die fünf beteiligten Kommunen Rottenburg, Starzach, Eutingen, Horb und Sulz bringen gemeinsam die gleiche Summe. Etwa eine halbe Million Euro soll von Sponsoren kommen, was allerdings nicht ganz einfach ist. Laut Axel Blochwitz vom Verein Neckar-Erlebnis-Tal ist mit der EnBW einer der Hauptsponsoren abgesprungen.
Horbs OB Peter Rosenberger zeigte sich gestern jedoch zuversichtlich, dass es gelingt, das Geld zusammenzubekommen. Wo sonst biete sich einem Sponsor gleich eine ganze Raumschaft als große Werbeplattform?

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14.06.2012, 12:00 Uhr

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