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Berlin

Trotz festen Jobs sind viele überschuldet

Die gute wirtschaftliche Lage in Deutschland bringt zwar mehr Menschen in einen Job, doch der schützt nicht unbedingt vor Überschuldung. Das geht aus einem am Montag vorgestellten Report des Hamburger Instituts für Finanzdienstleistungen (IFF) hervor.

03.11.2015

Von AFP

Berlin Zwar war 2014 demnach Arbeitslosigkeit weiterhin der Hauptgrund für Überschuldungen, jedoch stieg der Anteil der Fälle, in denen Einkommensarmut den Ausschlag gab.

Das IFF erstellt den Überschuldungsreport jedes Jahr. Als überschuldet gelten Menschen, die nicht in der Lage sind, ihre Schulden zu bezahlen, selbst wenn sie ihre Lebenshaltungskosten senken. Das IFF stützt sich auf Angaben von Schuldnerberatungsstellen in ganz Deutschland. Für die aktuelle Ausgabe wurden anonymisierte Daten von mehr als 57 000 Haushalten in Deutschland ausgewertet.

Demnach gaben die Schuldnerberatungen 2014 für gut jeden vierten Betroffenen (26,8 Prozent) an, Hauptgrund der Überschuldung sei Arbeitslosigkeit oder reduzierte Arbeit. 2013 waren es 28,4 Prozent. Bei 10,5 Prozent sahen die Berater Einkommensarmut als zentralen Auslöser der Überschuldung; 2013 hatte dies lediglich bei einem von 14 Fällen (7,3 Prozent) zugetroffen. Dieser deutliche Anstieg sei "ein starkes Indiz dafür, dass eine Verschiebung vom Überschuldungsauslöser Arbeitslosigkeit hin zu Einkommensarmut stattgefunden hat.

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Erstellt:
3. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
3. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. November 2015, 12:00 Uhr

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