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USA

Trump macht Ernst

Der neu gewählte Präsident kündigt im Fernsehen die Abschiebung von bis zu drei Millionen illegalen Einwanderern an.

14.11.2016
  • PETER DETHIER

Washington. Der künftige US-Präsident Donald Trump will nach seinem Amtsantritt in der Ausländerpolitik hart durchgreifen. Bis zu drei Millionen Menschen ohne gültige Dokumente sollen schnell ausgewiesen werden, sagte Trump in seinem ersten Fernsehinterview nach seiner Wahl. Dies seien Kriminelle, Drogendealer und Bandenmitglieder. „Wir schaffen sie außer Landes, oder wir sperren sie ein.“ Insgesamt sollen sich in den USA elf Millionen Menschen illegal aufhalten.

Trump will mit Abstrichen auch an seinem umstrittenen Mauerbau an der Grenze zu Mexiko festhalten. Auf die Frage, ob er wirklich eine Mauer bauen wolle, antwortete Donald Trump im CBS-Interview: „Ja“. In einigen Gebieten könnte es aber auch „etwas Einzäunung“ geben, sagte der 70-jährige Immobilienmilliardär, der am 20. Januar vereidigt wird.

Trump hatte seinen Anhängern vor der Wahl versprochen, dass die Abschaffung von „Obamacare“ zu seinen ersten Amtshandlungen zählen würde. In diesem Punkt deutete er aber an, womöglich bestimmte Bestandteile beibehalten zu wollen.

Kommen soll dagegen der Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Gesucht werde nach Wegen, das vier Jahre dauernde Prozedere für eine Aufkündigung zu umgehen, sagte ein Mitglied des Übergangsteams.

Verwirrung herrscht über die Übergangsmannschaft, die den Wechsel von der alten zur neuen Regierung verwalten soll. Die Verantwortung hierfür entzog Trump Chris Christie, dem Gouverneur von New Jersey, und übertrug sie dem künftigen Vizepräsidenten Mike Pence. Auch Trumps vier älteste Kinder sind im Übergangsteam. Kritiker bemängeln Interessenskonflikte: Denn Tochter Ivanka sowie den Söhnen Donald Junior und Eric hat Trump zugleich die Leitung seines Firmenimperiums anvertraut. Peter DeThier (mit dpa)

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14.11.2016, 06:00 Uhr

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