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Trump nimmt die letzte Hürde
Donald Trump bleibt dabei: Es war ein Erdrutschsieg. Foto: afp
USA

Trump nimmt die letzte Hürde

Die Wahlleute entscheiden sich mehrheitlich für den Republikaner. Abweichler gibt es dennoch.

21.12.2016
  • DPA

Washington. Mit der Abstimmung der Wahlleute hat Donald Trump die letzte Hürde auf dem Weg ins Weiße Haus genommen. Der 70-jährige Immobilienunternehmer erreichte bei den Voten aller US-Staaten am Montag 304 Stimmen – deutlich mehr als die nötigen 270. Offiziell soll das Ergebnis der Wahlleute am 6. Januar im US-Kongress verkündet werden. Trump wird dann am 20. Januar im Rahmen einer feierlichen Zeremonie zum 45. Präsidenten der USA vereidigt werden. Sein Vize wird der Gouverneur von Indiana, Mike Pence.

Bis zur Abstimmung hatten Trumps Gegner gehofft, bei den Wahlleuten ausreichend Abtrünnige zu finden, um den Einzug des Republikaners ins Weiße Haus zu verhindern. Fünf Millionen Menschen unterzeichneten eine entsprechende Online-Petition. Seine Gegner führten unter anderem angebliche Erkenntnisse der Geheimdienste an, wonach Russland die Wahl im Sinne des Republikaners beeinflusst habe. Am Ende wählte aber die Mehrheit dem Ergebnis vom 8. November entsprechend. Nur zwei Wahlleute aus seinem eigenen Lager verweigerten Trump die Stimme. Einem Bericht der Zeitung „The Hill“ zufolge stimmten die beiden Texaner für den Gouverneur von Ohio, John Kasich, und den Libertären Ron Paul.

Für die Demokratin Hillary Clinton votierten nur 224 Wahlleute und damit fünf weniger, als nach ihrem ursprünglichen Ergebnis zu erwarten gewesen wäre. Drei der Abweichler stimmten für Ex-Außenminister Colin Powell, ein weiterer für die Sioux Faith Spotted Eagle, einer für Bernie Sanders. Solche Abweichungen sind im „Electoral College“, dem Gremium der Wahlleute, höchst selten. Seit vielen Jahrzehnten ist im Schnitt nicht mehr als ein Wahlmann vom ursprünglichen Ergebnis abgewichen. Sechs Abweichler gab es 1808.

Dennoch äußerte sich Trump hocherfreut. Er dankte seinen Wählern und erklärte erneut, mit einem „Erdrutschsieg“ gewonnen zu haben. Tatsächlich ist sein Ergebnis eines der schlechtesten eines Siegers der vergangenen zehn Wahlen. Er erhielt rund 2,8 Millionen Stimmen weniger als Hillary Clinton. dpa

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21.12.2016, 06:00 Uhr

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