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Präsidentschafts-Wahlkampf

Trump ruft nach Drogentest

Der Republikaner wirft seiner Konkurrentin Clinton vor, sich mit Aufputschmitteln fit zu halten.

17.10.2016
  • DPA

Washington. Der wegen Belästigungsvorwürfen in Bedrängnis geratene US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seiner Rivalin Hillary Clinton die Einnahme von Aufputschmitteln unterstellt. Zu Beginn der jüngsten TV-Debatte sei Clinton „völlig aufgedreht“ gewesen, sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt am Wochenende. „Am Ende hat sie es dann kaum noch bis zu ihrem Auto geschafft.“

Der 70-Jährige, der mehrfach Zweifel an Clintons Gesundheitszustand geäußert hatte, fügte hinzu: „Wir sind wie Athleten. Athleten müssen einen Dopingtest machen. Ich denke, wir sollten vor der Debatte einen Dopingtest machen.“ Daher schlage er einen Dopingtest vor dem nächsten TV-Duell vor.

Mit Blick auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe der sexuellen Belästigung warf Trump den Medien vor, mit „falschen Anschuldigungen und unverhohlenen Lügen“ die Wahlen zu „manipulieren“, um Clintons Sieg sicherzustellen. Seine Anhänger rief er auf, dies nicht zuzulassen: „Entweder gewinnen wir diese Wahl oder wir verlieren dieses Land“, sagte er.

Insgesamt zehn Frauen werfen Trump inzwischen sexuelle Belästigung vor. Der Immobilienmilliardär beteuert, an den Vorwürfen sei nichts dran. „Niemand hat mehr Respekt vor Frauen als ich“, sagte er. Er sieht sich als „Opfer einer der größten politischen Schmutzkampagnen in der Geschichte unseres Landes“. Trump sprach von „Verleumdungen“, hinter denen Clintons Wahlkampfteam stecke. Gegen die „New York Times“, die mehrere Vorwürfe veröffentlichte, kündigte er eine Klage an. Mehrere prominente Republikaner distanzierten sich inzwischen von ihm, darunter der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan. Dieser habe „volles Vertrauen, dass die einzelnen Staaten diese Wahl mit Integrität ausführen werden“, erklärte dessen Sprecherin.

Internet-Milliardär Peter Thiel will dagegen Trumps Wahlkampf mit einer großen Spende unterstützen. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf einen Vertrauten Thiels berichtete, will der Unternehmer 1,25 Millionen Dollar (rund 1,4 Millionen Euro) spenden. In der Wählergunst liegt Clinton vor Trump: In einer gestern veröffentlichten Befragung sprachen sich 47 Prozent für Clinton und 43 Prozent für Trump aus.

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17.10.2016, 06:00 Uhr

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