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Trump will trotz Hackern gute Beziehungen zu Moskau
Kann in Ruhe orthodoxe Weihnachten feiern: Russlands Präsident Wladimir Putin. Foto: afp
Außenpolitik

Trump will trotz Hackern gute Beziehungen zu Moskau

Die US-Geheimdienste werfen Kreml-Chef Wladimir Putin Eingriffe in den Wahlkampf vor. Er glaube, mit Donald Trump leichter zusammenarbeiten zu können.

09.01.2017
  • DPA

Washington. Der designierte US-Präsident Donald Trump will gute Beziehungen zu Russland verfolgen – trotz der Überzeugung der US-Geheimdienste, dass Präsident Wladimir Putin persönlich Hackerangriffe zur Beeinflussung der US-Wahl angeordnet hat. „Ein gutes Verhältnis mit Russland zu haben, ist eine gute Sache, nicht eine schlechte Sache“, twitterte der Republikaner. „Nur törichte Leute oder Dummköpfe würden denken, dass es schlecht ist!“

Am Samstag nominierte Trump den früheren US-Botschafter in Deutschland, Dan Coats, für das Amt des nationalen Geheimdienstdirektors. Das teilte sein Übergangsteam mit. Der 73-Jährige würde im Fall seiner Bestätigung durch den Senat auf James Clapper folgen und hätte die Aufgabe, die 16 Geheimdienste der USA zu koordinieren.

Mehrere Chefs der Spionagebehörden hatten Trump am Freitag detailliert über ihre Einschätzung der Cyberangriffe im Wahlkampf unterrichtet, nachdem sich Trump zuvor wiederholt äußerst skeptisch angesichts der Vorwürfe geäußert hatte. Nach dem Treffen hinter verschlossenen Türen ließ er nicht erkennen, ob er seine Haltung geändert hat. Er betonte aber, er glaube nicht, dass Hackerangriffe die Wahl beeinflusst hätten. Die Geheimdienste selbst hätten erklärt, dass es keine Beweise dafür gebe. Erneut beschuldigte Trump die Demokraten, die Vorwürfe hochzuspielen, um ihre „demütigende“ Wahlniederlage zu beschönigen.

Zugleich kündigte er an, einen Plan zur Abwehr von Hackerattacken in Auftrag zu geben, der ihm 90 Tage nach Amtsantritt vorgelegt werden soll.

Die amerikanischen Geheimdienste CIA, FBI und NSA machten unterdessen Teile ihrer Erkenntnisse publik. In ihrem Bericht heißt es, Ziel der von Putin angeordneten Kampagne sei es gewesen, die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu diskreditieren. Der Kremlchef sei davon ausgegangen, mit Trump leichter eine Allianz gegen die Terrormiliz IS schmieden zu können. Putin hatte erst kürzlich gesagt, er setze angesichts globaler Herausforderungen auf konstruktive und pragmatische Beziehungen zu den USA. dpa

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09.01.2017, 06:00 Uhr

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