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USA

Trumps Drohungen beunruhigen Autobauer

Der künftige Präsident droht BMW mit Strafzöllen und will die Nato umbauen. Firmen fürchten einen Handelskrieg, Kanzlerin Merkel wirbt für einen freien Wettbewerb.

17.01.2017
  • DPA/AFP

Washington. Nach der Drohung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, Strafzölle zu erheben, schwanken Autohersteller und Zulieferer im Südwesten zwischen Besorgnis und Gelassenheit. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) nahm Trumps Androhung ernst. VDA-Präsident Matthias Wissmann sagte: „Allerdings muss sich erst noch zeigen, ob und wie diese Ankündigungen künftig von der US-Administration umgesetzt werden.“ Der Chef des Zulieferers Ziehl-Abegg aus Künzelsau dagegen fürchtet einen Handelskonflikt: „Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis Strafzölle für die EU ebenfalls in die Diskussion kommen“, sagte Peter Fenkl.

Trump hatte in einem Interview der „Bild“-Zeitung Strafzölle von 35 Prozent für Autobauer angedroht, die in Mexiko produzieren. Konkret nannte er BMW. Der Konzern will 2019 eine Fabrik für den 3er in Mexiko eröffnen. Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber brachte Vergeltungsmaßnahmen ins Spiel. „Auch wir können die Daumenschrauben für die US-Konzerne anziehen, wenn es sein muss“, sagte er der Zeitung „Die Welt“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wandte sich gegen protektionistische Bestrebungen. Offenheit und die Akzeptanz von Wettbewerb sei für die Entwicklung der Menschheit das Beste – und nicht das Ausschalten von Wettbewerb, sagte sie am Montagabend in einer Rede in Köln.

Trump kritisierte auch die EU und die Nato scharf. Dazu sagte Merkel in Berlin: „Ich denke, wir Europäer haben unser Schicksal selbst in der Hand.“ Zu Trumps Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik sagte sie, der Kampf gegen Terrorismus sei eine große Herausforderung für alle: „Ich würde das von der Frage der Flüchtlinge noch einmal deutlich trennen.“ Trump hatte von einem „katastrophalen Fehler“ gesprochen. dpa

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17.01.2017, 06:00 Uhr

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