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Tstasiki - Tintenfische und erste Küsse

Familie ist mehr als eine Erzeuger-Gemeinschaft. Herzwarm wird es hier gezeigt.

Familie ist mehr als eine Erzeuger-Gemeinschaft. Herzwarm wird es hier gezeigt.

TSATSIKI
Schweden

Regie: Ella Lemhagen
Mit: Samuel Haus,Alexandra Rapaport,Jacob Ericksson

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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24.11.2015
  • Thomas Mauch

So richtig erklärt wurde es einem noch nie, wieso viele der Dinge, die da die Augen und Herzen von Kinder erfreuen sollen, für die etwas älteren Mitbürger häufig an eine ästhetische Vorhölle erinnern. Dennoch liefern die Eltern brav ihre Kinder im Kino bei den Zeichentrickserien und Allmachts- und Slapstickphantasien, wie sie Kevin vor einem Kleinkindalter auf die Leinwand brachte, ab.

Anderes sieht man seltener. Schon deswegen wünscht man dem Arsenal-Verleih alles Glück für seinen Film. Als Gegengewicht. Umso mehr, weil die skandinavische Produktion nach den Büchern von Moni Brännström tatsächlich ein schöner, ein herzwarmer Film geworden ist.

Die Geschichte um den achtjährigen Tsatsiki, der sich von seinem heimischen Stockholm zu einem Treffen mit seinem Vater in Griechenland träumt, ist immer in der Wirklichkeit geerdet und gönnt sich dennoch auch sein Märchenglück.

Wem der Eierkuchen dabei manchmal ein wenig zu rührselig angerichtet ist, darf sich dann halt am nächsten Moment erfreuen, in dem Tsatsikis Mutter ein deftiges "Verpisst euch!" herausbrüllt.

Wünsche und Wirklichkeiten sind sorgsam ausbalanciert, die Dramaturgie ist so straff wie behutsam. Wie eine respektvolle Mischung aus der schwedischen Lust an der Fantasie mit der sozialen Präzision der tschechoslowakischen Kinderfilme.

Dass Tsatsiki zum Happy-End gleich mit zwei Vätern versorgt ist, gönnt man ihm auch schon deswegen, weil so gleich noch für die älteren Kinogucker eine Liebesgeschichte abfällt. Ein kinderfreundlicher Film. Das tut auch den Erwachsenen gut.

Spielplan

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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