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Auge mit Prügel

TüMo verliert gegen erfahrene Straubingerinnen

Die Frauen des FV Tübinger Modell starteten vor über 200 Zuschauern mit einer 0:3-Heimniederlage gegen NawaRo Straubing in die zweite Liga.

24.09.2012
  • Michael Sturm

Tübingen. Vor zwei Wochen trafen die TüMo-Mädels bereits auf die Straubingerinnen, beim Vorbereitungsturnier in Planegg, vor den Toren Münchens. Die Partie am Samstagabend in der Tübinger Uhlandhalle war von anderem Kaliber: Der erste Satz war für das TüMo eine Begrüßung in der Liga, der zweite teils ein Debakel, der dritte Erfolg versprechend

Andrea Richter fasste den ersten Satz in der neuen Liga für das Team so zusammen: „Oh, was ist hier los?“ Bis zum 12:12 hielten die Tübingerinnen mit, ehe NawaRo bis auf 25:17 davon zog.

Die mit Spielerinnen aus Tschechien und den USA verstärkten Straubingerinnen zeigten in Satz zwei all ihr Können. Das Team nutzte die Längenunterschiede am Netz. Der Ball lief flüssig durch die Reihen, vor allem wenn Valeria Fedosova ihre Finger dran hatte. Entweder bediente sie ihre Mitspielerinnen perfekt, oder sie drosch die Kugel selbst ins gegnerische Feld: „Auge mit Prügel“, kommentierte Maren Peters, die beste Tübingerin, kurz und bündig. Die Tübingerinnen hatten vor allem mit der Annahme Probleme: „Zu viele Bälle gingen zum Gegner“, so Trainer Clemens Krake. Der Satz endete 13:25 aus Tübinger Sicht – es war eine Lehrstunde.

„Im dritten Satz wollten wir zeigen, dass wir nicht grundlos in die zweite Liga aufgestiegen sind“ so Maren Peters. Durch eine starke Serie variabler Aufschläge von Andrea Richter ging das TüMo in Führung. „Wir mussten in eigener Halle mehr Risiko gehen“, sagte sie später. Die Tübingerinnen setzten Straubing dauerhaft unter Druck. Die schönste TüMo-Aktion bereitete Kristin Calgéer mit einem Anspiel über die ganze Breite des Feldes vor, Maren Peters schmetterte zum Punktgewinn.

Die Annahme war nun deutlich besser als in den beiden vorangegangenen Sätzen. Der Block war allerdings zu selten wirkungsvoll. So fehlte etwa Nadine Hempke oft die Bindung an die Mitspielerinnen. Auch bei Angelina Stockinger, die vielversprechende Ansätze zeigte, wechselten Licht und Schatten.

Die jungen Tübingerinnen hielten die Führung bis zum 11:11, danach warfen die Straubingerinnen geballte Erfahrung in die Waagschale und gewannen den Satz mit 25:20. Für Tübingen gab es trotz glatter Drei-Satz-Niederlage Applaus. Andrea Richter dankte: „Wir haben ein super Publikum!“

TüMo verliert gegen erfahrene Straubingerinnen
Zum Auftaktspiel in der Zweiten Bundesliga kassierte das Tübinger Modell (von links Maren Peters, Stephanie Petzold und Malina Schneider, wie befürchtet gegen den Favoriten Straubing eine glatte 0:3-Niederlage. Bild: Franke

In der zweiten Liga Süd geht es professioneller zu, als in der Regionalliga. Der FTSV Straubing stieg vergangene Saison auf. Der frühere Bundestrainer Mathias Eichinger kam als Coach, trat aber in diesem Frühjahr zurück, weil ihm das Umfeld nicht professionell genug arbeitete. Das Team bekam einen neuen (Sponsor-)Namen: NawaRo (nachwachsende Rohstoffe in der Region Straubing). Vor eineinhalb Wochen musste Trainer Michael Seidel gehen – nach zwei Monaten im Amt: Die Chemie habe nicht gestimmt. Mittelblockerin Inga Vollbrecht leitet nun das Training.

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24.09.2012, 12:00 Uhr

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