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Göttingen als Vorbild

Tübingen am Sonntag beim deutschen Meister Bayern München

Nichts ist unmöglich: Aufsteiger Göttingen gelang vor zwei Wochen die Sensation in München. Am Sonntag (17 Uhr) versuchen sich die Bundesliga-Basketballer der Walter Tigers Tübingen beim deutschen Meister. Die Bayern müssen 45 Stunden vorher noch in der Euroleague ran.

30.10.2014
  • Hansjörg Lösel

Tübingen. Am Freitagabend (20.15 Uhr) erwarten die Münchner den italienischen Meister Mailand, am Sonntag (17 Uhr) kommen die Tübinger in den Audi Dome. Diese Doppelbelastung zwischen Bundesliga-Alltag und Euroleague-Kür wurde den Bayern in dieser Saison schon einmal zum Verhängnis. Der kesse Aufsteiger Göttingen stellte dem Team von Svetislav Pesic am 5. Spieltag beim 95:81 ein Bein. Wer die Laune des serbischen Star-Trainers auf der Pressekonferenz danach gesehen hat, kann sich allerdings kaum vorstellen, dass seine Spieler den Maestro nochmals erzürnen wollen.

Ex-Bayer Aleksandar Nadjfeji sieht denn auch keinen Nachteil für die Bayern durch den Terminplan: „Ihre Kadertiefe ist beeindruckend“, sagt der 38-Jährige. Nach dem ersten deutschen Meistertitel im Sommer mussten die Münchner zwar unter anderem den wertvollsten Spieler der Liga Malcolm Delaney (Kuban Krasnodar) abgeben. Dafür kamen die Serben Dusko Savanovic, Vasilije Micic und Vladmir Stimac sowie aus Bamberg Anton Gavel. Die Amerikaner John Bryant und Bryce Taylor sowie der Bosnier Nihad Djefovic rangeln mit der halben deutschen Nationalmannschaft um Spielzeit: Lucca Staiger, Yassin Idbihi, Heiko Schaffartzik, Jan-Hendrik Jagla und Robin Benzing wären wohl bei jedem anderen Bundesligisten gesetzt.

Die Tigers bezogen im Vorjahr eine derbe 68:105-Klatsche in München, hoffen am Sonntag aber auf Rückenwind nach ihrem ersten Saisonsieg gegen Braunschweig. „An die Leistung müssen wir anknüpfen“, sagt Nadjfeji. Gemeinsam mit Jonathan Wallace führte er die Münchner 2011 zum Aufstieg ins Oberhaus, seit 2013 ist er wieder zurück in Tübingen. Auch Tigers-Center Bogdan Radosavljevic hat zwei Jahre bei den Bayern gespielt, bekam im Star-Ensemble allerdings kaum Spielzeit.

Tübingen am Sonntag beim deutschen Meister Bayern München
Tiger mit Münchner Vergangenheit: Von 2010 bis 2013 hat Aleksandar Nadjfeji (hier in einem Testspiel gegen Douglas Davis) das Bayern-Trikot getragen. Archivbild: Ulmer

790 Einwohner je Quadratkilometer, 341 Meter über Normalnull und die Telefon-Vorwahl ist 07071 – mit solchen Wikipedia-Weisheiten über Tübingen blödeln die Macher eines Video-Magazins auf der Homepage der Bayern-Basketballer über die Walter Tigers. Die Münchener Spieler nehmen den Gegner dagegen durchaus ernst: „Wir haben gegen Göttingen gesehen, dass niemand nach München kommt, um zu verlieren“, sagt Nihad Djedovc, mit 15,8 Punkten pro Partie bisher bester Bayer.
Unterdessen musste ein ehemaliger Tübinger seinen Traum von einem Engagement in der NBA (vorerst) begraben: Michael Jenkins wurde bei den Oklahoma City Thunders kurz vor Saisonstart aus dem Kader gestrichen – der Guard ist auf Vereinssuche.

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30.10.2014, 12:00 Uhr

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