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Tigers in Ludwigsburg wohl noch ohne Neuen

Tübingen hofft am Samstag auf den Befreiungsschlag / Perovic will die Ballverluste reduzieren

Nach der Verletzung von Jonathan Wallace und der Trennung von Nick Wiggins suchen die Walter Tigers Tübingen einen Dreier-Spezialisten. Am Samstag (20.30 Uhr) beim Erstliga-Derby in Ludwigsburg tritt das Team von Igor Perovic aber wohl noch in alter Besetzung an.

05.12.2014
  • Hansjörg Lösel

Tübingen. Die Suche nach dem richtigen Mann für das Team von Trainer Igor Perovic und der Trendwende in einer bisher enttäuschenden Saison läuft auf Hochtouren beim Tübinger Bundesligisten. Klar ist: Bei der zweiten Neuverpflichtung nach Vladimir Mihailovic können sich die Tigers keinen Fehlgriff erlauben. Der neue Mann muss auf Anhieb liefern, und zwar vor allem Dreier. Eine längere Einarbeitungszeit wird der Kandidat nicht erwarten können, denn die Tübinger Not aus der Distanz nach dem Ausfall von Jonathan Wallace war zuletzt nicht mehr zu übersehen.

„Wir müssen einen guten Spieler finden, der uns schnell gezielt weiterhelfen kann“, formuliert es Manager Robert Wintermantel in der Pressemitteilung des Vereins. Darin gaben die Tigers die Trennung von Nick Wiggins bekannt (das TAGBLATT berichtete bereits am Mittwoch). Und Wintermantel stellt dem scheidenden Kanadier kein gutes Zeugnis aus. Wiggins habe zwar Qualitäten, sonst hätte ihn der Verein im Sommer nicht verpflichtet. „Doch vor allem an der richtigen Einstellung zum Training und zum Spiel hat es enorm gefehlt“, sagt Wintermantel. Die Bundesliga sei eine enorm physische Liga, in der man hart arbeiten müsse. Seine Defizite in der Defensive konnte Wiggins aber nicht kaschieren. Auch innerhalb der Mannschaft schien der Bruder des NBA-Stars Andrew Wiggins zuletzt isoliert – möglicherweise ist der Abschied eines Spielers mit Starallüren förderlich fürs Klima innerhalb der Mannschaft.

Gut für die Tigers auch, dass die Trennung von Wiggins im berühmten „beiderseitigen Einvernehmen“ vollzogen wurde. Nach Vereinsangaben entstehen den Tübingern dadurch keine weiteren Kosten, so dass Geld vorhanden ist für die Suche nach Mister X. Der ist aber noch nicht gefunden, voraussichtlich reicht es auch nicht mehr bis Samstag zum Derby gegen Ludwigsburg. „Es sieht nicht so aus“, sagt Tigers-Coach Igor Perovic. Der Transfermarkt, im Basketball längst eine globale Angelegenheit, ist auch während der Saison ständig in Bewegung. Manche Vereine, beispielsweise in Griechenland oder Italien, haben finanzielle Probleme, so dass Spieler wieder zu haben sind. Doch die Tigers wollen auf keinen Fall einen Schnellschuss riskieren.

In der Trainingswoche hat sich Perovic mit seinem Team aufs Wesentliche konzentriert: „Wir müssen besser auf den Ball achtgeben“, fordert der 40-Jährige – 21 Ballverluste gegen Göttingen waren nicht zu kompensieren. Um in Ludwigsburg den erst zweiten Derbysieg der Tübinger Bundesliga-Geschichte zu feiern, sollten die Tigers auch beim Rebound zulegen. Nach starkem Saisonstart baute hier Augustine Rubit ab. „Aber auch Sasa Nadjfeji muss sich zeigen“, fordert Perovic. Mit der Einstellung seiner Spieler sei er zufrieden, betont der Coach: „Sie haben unsere schwierige Situation verstanden, ich kann mich über den Spirit nicht beklagen.“

Tübingen hofft am Samstag auf den Befreiungsschlag / Perovic will die Ballverluste reduzieren
Ludwigsburgs Lurchi oder Tübinger Tiger – wer jubelt am Samstag im Derby der Basketball-Bundesliga? Die Tübinger um den zuletzt wiedererstarkten Michael Cuffee (rechts) hoffen endlich auf das Quäntchen Glück. Ein Fanbus nach Lubu kam allerdings nicht zustande – zu wenig Interesse. Archivbilder: Ulmer

Tübingen hofft am Samstag auf den Befreiungsschlag / Perovic will die Ballverluste reduzieren
Ludwigsburgs Lurchi oder Tübinger Tiger – wer jubelt am Samstag im Derby der Basketball-Bundesliga? Die Tübinger um den zuletzt wiedererstarkten Michael Cuffee (rechts) hoffen endlich auf das Quäntchen Glück. Ein Fanbus nach Lubu kam allerdings nicht zustande – zu wenig Interesse. Archivbilder: Ulmer

  • Eine makellose Bilanz im direkten Duell mit Igor Perovic hat John Patrick vorzuweisen: Der Coach hat sowohl mit Ludwigsburg als auch mit der BG Göttingen alle Partien gegen Tübingen gewonnen. Vor dem Derby am Samstag überraschte der Amerikaner in der Pressekonferenz mit einer Neuerung: Patrick gab den Journalisten in einer Video-Analyse Einblicke in seine Taktik. Beispielhaft wurden die besten Tigers-Spielzüge gezeigt, berichtete der Kollege der Ludwigsburger Kreiszeitung. Patrick legte sein Hauptaugenmerk auf die Verteidigung, warnte vor allem vor der Wurfstärke der Langen wie Anatoly Kashirov.
  • >Unterm Korb haben sich die Ludwigsburger nochmals verstärkt: Center Jon Brockman trumpfte bei der unglücklichen 69:65-Niederlage in Bamberg mit 21 Punkten und 14 Rebounds auf. In Spielmacher Kerron Johnson (18,1 Punkte pro Partie) stellen die Ludwigsburger auch den besten Werfer der Liga.
  • >Voraussichtliche Startformationen Ludwigsburg: Kerron Johnson (18,1 Punkte 41 Assists),Adam Waleskowski (9,1 Pkte), John Little (6,9 Pkte), Jon Brockman (14,0 Punkte, 11,6 Rebounds), Coby Karl (7,3 Pkte).
  • >Walter Tigers Tübingen: Branislav Ratkovica (10,5 Pkte, 7,2 Ass), Till Jönke (5,6 Pkte), Michael Cuffee (9,7 Pkte), Augustine Rubit (11,3 Pkte, 6,9 Rebs), Anatoly Kashirov (9,0 Pkte)hdl

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05.12.2014, 12:00 Uhr

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