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Stadt und Kreis getrennt

Tübingen wirbt mit Bücherfest und Stocherkahn auf der CMT

Die Stadt Tübingen geht auf der Tourismusmesse CMT getrennte Wege vom Landkreis – und wirbt in einem gemeinsamen Auftritt mit den Nachbarstädten Reutlingen und Metzingen.

13.01.2015

Von Matthias Reichert

Kreis Tübingen/Reutlingen. „Wir arbeiten nach wie vor mit dem Landkreis zusammen“, sagt Gabriele Eberle vom Tübinger Bürger- und Verkehrsverein. Der Kreis-Stand sei gleich gegenüber, nur durch einen grünen Streifen Teppichboden abgetrennt: „Wir können uns zuwinken.“ Tübingen, Reutlingen und Metzingen haben auf der Tourismusmesse CMT, die am Samstag auf den Fildern beginnt, erstmals einen gemeinsamen Auftritt – unter dem Dach des Tourismusverbandes Schwäbische Alb. Darüber haben die drei „Städteperlen“ schon seit Jahren gesprochen, sagt die Reutlinger Stadtmarketing-Chefin Tanja Ulmer. „Touristisch sind war alle drei so angebotsstark, dass wir miteinander für die Region werben wollen.“

Laut Eberle können die Gäste in Metzingen shoppen, in Reutlingen Geschäfte erledigen und in Tübingen kulturelle Angebote wahrnehmen oder Stocherkahn fahren: „Wer nach Metzingen kommt und nicht weiß, wo übernachten, kann das auch in Reutlingen und Tübingen tun.“ So sei der Auftritt eine gute Ergänzung. „Tourismus ist netzwerken“, sagt Ulmer. „Wir wollen gemeinsam den Leuten Schönheiten der Region zeigen. Hauptsache, sie sagen, es war hier toll.“ Das hoffen auch die Reutlinger Kooperationspartner vom Achalmhotel und den beiden Fortuna-Hotels: „Wir wollen mehr Übernachtungen in die Region bringen. Wir verfolgen das gleiche Ziel – es geht nur miteinander“, so Fortuna-Marketingchef Paul Jurik.

Die drei Städte seien „die Nahtstelle zwischen der Region Stuttgart und der Schwäbischen Alb“, unterstreicht Eberle. Der gemeinsame, dreigeteilte Stand ist 72 Quadratmeter groß und befindet sich wieder in Halle 6 (Standnummer C 81) – dort, wo früher Tübingen und der Landkreis gemeinsam warben.

Getrennt unter einem

gemeinsamen Dach

Unter dem Dach des Alb-Tourismusverbandes ist künftig auch der Landkreis Tübingen vertreten. Der präsentiert sich nun ohne die Stadt Tübingen mit Rottenburg, Mössingen und der Kurklinik Bad Sebastiansweiler. „Für uns ist die Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband positiv“, so Landratsamtssprecherin Martina Guizetti. Denn dieser greife für den Kreis wichtige Themen wie Streuobstwiesen auf. Dass Tübingen eigene Wege geht, sei nicht dramatisch, da der Stand gegenüber ist: „Wir werfen uns die Bälle zu.“

Die drei „Städteperlen“ investieren je 23 000 Euro in ihren Auftritt – für Tübingen sind das 7000 Euro mehr als im Vorjahr. Die Uni-Stadt lockt wieder mit Stocherkahn im Maßstab 1:2 – und mit dem Bücherfest, das heuer vom 15. bis 17. Mai läuft. „Unter Freunden“ lautet das Motto, Gastland ist die Schweiz. Organisator Michael Raffel erwartet 12 000 bis 15 000 Besucher zu mehr als hundert Einzelveranstaltungen.

Am Sonntag treten zwei Bücherfestgäste auf der SWR-Showbühne auf: 13.15 Uhr Kabarettist Bernd Kohlhepp, 15.30 Uhr Schriftsteller Peter Prange mit Moderatorin Bernadette Schoog. Am Montag kommen Politiker, auch der Tübinger Kreistag schickt eine Delegation. Am Dienstag präsentiert sich am städtischen Stand der kostümierte Stadtführer „Stiftsstudent Steidele“, am Mittwoch die Bierkönigin Laura Engelken, am Donnerstag die Chocolart. Diese stellt sich auch beim Landkreis vor. Am Samstag kommt die Bierkönigin an dessen Stand. Am Sonntag präsentieren sich die Schnapsbrenner im Kreis, am Montag die Weinbauern. Und am 21. Januar ist ein Schultag mit Wissensrallye. Schwerpunkt beim Kreis sind Themenradtouren. Unter dem Motto „Tübinger Um:welten“ reicht das Angebot von Literatur bis Streuobst.

Waltraud Rybuschka von der Metzinger Marketing- und Tourismus GmbH will Stadt- und Naturerlebnis noch besser vernetzen und auch die Aufenthaltsqualität steigern. Zudem sollen die Aufenthalte der Touristen länger werden. Beim Metzinger Hotel Schwanen hofft man auf zusätzliche Buchungs-Tage, auch am weniger frequentierten Wochenanfang. Die Outlet-City hat künftig keinen eigenen Stand mehr, sie ist in den Metzinger Auftritt integriert. Auch die Reutlinger Stadthalle wirbt nicht extra. Ulmer: „Eine Stadthalle ist kein Anbieter, der alleine dastehen kann.“ Programmhefte sollen aber ausliegen – auch vom franz. K.

gSiehe „Reutlinger Blatt“

Tübingen auf der CMT: Rechts zeigt Verkehrsvereins-Chefin Gabriele Eberle Ansichten der Uni-Stadt. Archivbild: Bachmann

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Erstellt:
13. Januar 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Januar 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2015, 12:00 Uhr

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