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Der Campus jubelte

Tübingens Partnerstadt Ann Arbor wählte Obama und John Hieftje

Dass Barack Obama die Wahl in Tübingens US-Partnerstadt Ann Arbor gewann, war keine Überraschung. Aber: Mit 67 Prozent für den Präsidenten half die Uni-Stadt auch dem Bundesstaat Michigan auf die Obama-Seite (51 Prozent).

10.11.2012

Tübingen / Ann Arbor. Am späten Dienstagabend, kurz nach 23 Uhr Ostküstenzeit, ertönte ein Jubelschrei über den Campus der University of Michigan. Das war der Moment, in dem die Nachrichtensender den Wahlsieg von Barack Obama verkündeten. In der Tübinger Partnerstadt hatten viele Studenten am Wahlabend grüppchenweise die Auszählung im Fernsehen verfolgt.

Als der Wahlausgang feststand, machte sich Erleichterung breit. Hunderte Studenten versammelten sich daraufhin spontan auf dem „Diag“, dem zentralen Platz auf dem Unigelände, um Obamas Wiederwahl zu feiern. 2008 war das schon ähnlich gewesen.

Wie in Ann Arbor zeigte sich landesweit, dass es der Obama-Kampagne gelungen war, eine neue Generation von Jungwählern zu mobilisieren – ein entscheidender Faktor bei der Wahl, die dem Demokraten eine zweite vierjährige Amtszeit beschert. Dass er in Ann Arbor punkten würde, war allerdings nie eine Frage: In der traditionell demokratischen Unistadt erhielt der Präsident 67 Prozent der Stimmen, nur geringfügig weniger als 2008 (69 Prozent). Spannender war, wie die Wahl im Michigan insgesamt ausgehen würde – dem Bundesstaat fiel als „Swing State“ eine entscheidende Rolle zu. Nun, Barack Obama gewann ihn mit 51 Prozent und schnitt somit noch einen halben Prozentpunkt höher ab als im Landesdurchschnitt.

Das Ergebnis mag auf den ersten Blick überraschen, denn der unterlegene republikanische Kandidat Mitt Romney kommt ursprünglich aus Michigan, und sein Vater war sogar Gouverneur im Bundesstaat. Aber Michigan ist auch die Heimat der US-Automobilindustrie, die im Krisenjahr 2009 vor dem Bankrott stand und nur durch eine vorübergehende Verstaatlichung gerettet werden konnte – eine der ersten Amtshandlungen von Präsident Obama, die rund eine Million direkt und indirekt von der Autoindustrie abhängiger Arbeitsplätze sicherte.

Herausforderer Romney hatte diese staatliche Intervention aber stets abgelehnt und bis zuletzt im Wahlkampf schlecht geredet. Bei der Bevölkerung war das wohl nicht so gut angekommen, übrigens genau wie im benachbarten Ohio, einem weiteren Schlüsselstaat mit viel Industrie, der an Obama ging.

Bei der Wahl am 6. November wurde auch John Hieftje, der langjährige Bürgermeister von Ann Arbor, im Amt bestätigt. Der Demokrat erhielt 84 Prozent der Stimmen. Cornelia Schaible

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10.11.2012, 12:00 Uhr

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