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Richtig hohe Hürde

Tübingens Uni nach dem Exzellenz-Beschluss

Die Exzellenz-Initiative wird verlängert. Das beschloss die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz gestern in Berlin. Für die Tübinger Uni bedeutet das Freude. Und viel Arbeit.

23.04.2016
  • uja

Tübingen/Berlin. Es hatte sich schon seit einiger Zeit abgezeichnet: Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, in der Vertreter des Bundes und der Länder sitzen, will die Exzellenz-Initiative fortsetzen. 533 Millionen Euro (davon 400 vom Bund) sollen dafür jährlich eingesetzt werden. Erstmals wird der Bund mit dem neuen Programm, das offiziell noch von den Regierungen abgesegnet werden muss, dauerhaft in die Wissenschaftsförderung an Unis einsteigen.

Für Tübingens Exzellenz-Universität ist das eine frohe Botschaft, wie Karl G. Rijkhoek, der Pressesprecher der Hochschule gestern mitteilte: „Für uns ist wichtig, dass wir nun eine weit gehende Klarheit über die künftigen Rahmenbedingungen der Exzellenzinitiative haben.“ Rijkhoek betonte allerdings, dass sich die Universität auf einen „harten Wettbewerb“ einstellen müsse.

Denn die Exzellenz-Unis müssen sich künftig alle sieben Jahre einer wissenschaftlichen Evaluierung stellen. Außerdem werden die Voraussetzungen für den Exzellenz-Titel verschärft. Bislang konnten Unis mit nur einem Exzellenz-Cluster zur Exzellenz-Universität aufsteigen. Künftig müssen es zwei sein.

Ein Exzellenz-Cluster versammelt mindestens 25 hervorragende Wissenschaftler zu einem Thema von gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Relevanz. So etwas stellt man nicht in ein paar Wochen auf die Beine. Allein die nötigen Anträge zu stellen, kann Jahre dauern. „Die Hürde ist sehr hoch“, räumte Rijkhoek deshalb ein, „es wird viele, viele Gespräche geben.“

Bislang hat die Tübinger Uni nur ein Cluster: Unter dem Dach des Centrums für Integrative Neurowissenschaften (CIN) erforschen die Neurowissenschaftler der Uni gemeinsam mit vielen externen Partnern, wie das Gehirn arbeitet und wie es zu Erkrankungen des Gehirns kommen kann. Mit dem erfolgreichen CIN-Cluster wird die Uni aller Voraussicht nach auch in die zweite Runde gehen.

Ein weiteres Cluster müsste, damit es die Exzellenzanforderungen besteht, an schon bestehende Forschungsverbünde anknüpfen und nach Möglichkeit auch externe Forschungseinrichtungen wie etwa die Helmholtz-Zentren einbeziehen. Helmholtz-Forscher sind in Tübingen unter anderem in der Diabetes-Forschung oder der Infektionsforschung aktiv. Mit welchem Cluster die Uni am Ende ins Rennen geht, entscheidet das Rektorat, das nach unseren Informationen in der Sache schon etliche Gespräche geführt hat und führt.

Die gestrigen Beschlüsse verschafften der Uni allerdings auch etwas Luft. Denn die bisherige Exzellenzförderung soll um zwei Jahre bis 2019 verlängert werden.

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23.04.2016, 01:00 Uhr

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