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Fehlkäufe können mit Bon umgetauscht werden

Tübinger Einzelhandel zeigt sich nach dem Fest kulant

Passt der unterm Baum ausgepackte Pullover? Wenn er von Tante gestrickt ist, lässt sich das schwer umtauschen. In Tübinger Geschäften geht’s einfacher.

27.12.2012
  • Mario Beisswenger

Tübingen. Umtausch nach Weihnachten ist bei Zinser kein Problem. Das geschieht, „wie es der Kunde möchte“ in Geld oder Gutschein, sagt Geschäftsleiter Stefan Rinderknecht. Voraussetzung ist, Kassenbon und dass die Sachen ungebraucht sind. Nach Weihnachten sei die Umtauschrate leicht erhöht. „Der eine oder andere vertut sich in der Größe.“ Das muss nicht an der ungenügend Kenntnis der Kleidergröße von Beschenkten liegen. „Die Schnitte verändern sich auch“, erklärt Rinderknecht.

Tübinger Einzelhandel zeigt sich nach dem Fest kulant

So wie bei Zinser äußern sich alle zum Umtausch Befragten recht kundenfreundlich. „Wir debattieren nicht lange herum“, sagt Thomas Riegler von der Leitung von Sport Räpple. Wenn jemand was in den Laden zurückbringt, gehe es in der Regel um die Größe oder die Farbe. Bei Räpple gibt’s gegen Kassenbon einen alternativen Artikel oder das Geld zurück.

Bernd Vettermann von der Geschäftsführung beim Elektrohändler Saturn weist aber darauf hin, dass Umtausch kein automatisches Recht der Kunden sei, sondern vom Handel innerhalb bestimmter Fristen freiwillig eingeräumt wird. Beschädigte und benutzte Ware sei ausgeschlossen.

Bei Saturn wird getauscht, wenn zum Beispiel die Farbe der Digitalkamera nicht passt – auch wenn sie ein Beschenkter aus der Originalverpackung vorsichtig herausgeholt hat. Gutscheine gibt es bei Saturn nicht. Das sei zu viel Verwaltungsaufwand, Geld zurück einfacher abzuwickeln. Hohe Rücklaufquoten, so hieß es an der Saturn-Kasse, haben vor allem „die hektischen Einkäufe kurz vor Weihnachten“.

Selbst ohne Bon gelingt der Umtausch in Hinrichs Teehaus. „Wir wissen, was wir verkauft haben“, sagt Antje Schauer. Das beziehe sich natürlich nur auf die „Hardware“ im Laden wie Tassen oder Kannen. Tee, wenn er nicht wirklich noch einwandfrei verpackt sei, könne als Lebensmittel nicht zurückgenommen werden.

Bon-freien Umtausch erlaubt auch Georg Holtfreter, Mitinhaber vom Spielzeugladen in der Froschgasse. „Beschenkte haben ja nun mal oft keinen Kassenzettel.“ So viel würden nach dem Fest auch gar nicht zu ihm zurückkommen. „Es kann aber passieren, dass etwas doppelt gekommen ist.“ Dann gibt es bei ihm Geld oder Gutschrift.

Dank frei konvertierbarer Währungen lassen sich am einfachsten Geldgeschenke umtauschen. Wer den weiteren Verfall des Euros fürchtet, könnte etwa durch Umtausch in Pfund den England-Besuch zu Geburt des Thronfolgers etwas günstiger gestalten – einen steigenden Kurs des Pfunds vorausgesetzt. Eberhard Heim, Chef der Tübinger Volksbank, rät aber ab, darauf zu setzen: „Ich würde im Euro bleiben.“

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27.12.2012, 12:00 Uhr

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