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Bindung fördern

Tübinger Frauenklinik als babyfreundlich zertifiziert

Als besonders babyfreundlich wurde die Uni-Frauenklinik ausgezeichnet. Die Zertifizierung nach WHO-Kriterien beruht vor allem auf der Befragung von Wöchnerinnen.

05.06.2015
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Tübingen. Die Geburt ist ein Ereignis im Leben, das unabhängig vom Geburtsmodus intensiv, anstrengend, euphorisch, aber auch sehr negativ erlebt werden kann, sagt Privatdozent Harald Abele, Leitender Arzt der Perinatologie an der Uni-Frauenklinik. Sie werde von einer Fülle hormonell gesteuerter Prozesse begleitet. Gerade unmittelbar nach der Geburt gebe es eine Prägungsphase für Mütter und Kinder, deren Störung oder Entfallen nur mit großem Zeitaufwand ausgeglichen werden könne. Werden die Bindungsprozesse gestört, könne das nachhaltige Folgen haben, die von reduzierter Stresstoleranz bis zu Bindungsunfähigkeit reichen.

Die Frauenklinik beschäftige sich deshalb schon seit langem mit den Prozessen dieser Bindungsphase. Sie gehörte auch zu den ersten Kliniken in Deutschland, die sich 2009 einer Zertifizierung unterzogen, die auf eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurückgeht. Diese setzt sich für einen internationalen Betreuungsstandard zur Bindungs-, Entwicklungs- und Stillförderung (B.E.S.T) ein.

Der hohe Betreuungsstandard sei dieser Tage bei der Re-Zertifizierung zum babyfreundlichen Krankenhaus bestätigt worden. „Eine babyfreundliche Geburtsklinik verfolgt das Ziel einer bindungsfördernden Geburtshilfe und -medizin“, sagte Abele. Das sei in einem Perinatalzentrum der universitären Maximalversorgung mit 3000 Früh- und Neugeborenen pro Jahr und mit weit über 60 Prozent Risikoschwangeren eine Herausforderung. Diese würden die Mitarbeiter/innen der Tübinger Frauenklinik aber hervorragend meistern, wie die Re-Zertifizierung zeige.

Die Zertifizierung beruht weitgehend auf der Befragung von Wöchnerinnen. Die Mütter werden von den Auditorinnen interviewt, wie sie die Betreuung am Mutter-Kind-Zentrum Tübingen erlebt haben und wie die B.E.S.T.-Kriterien umgesetzt worden seien. an

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05.06.2015, 12:00 Uhr

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