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Mehr für Flüchtlinge

Tübinger Gemeinderat will Gipfeltreffen

Einen Tübinger Flüchtlingsgipfel hat die FDP-Fraktion des Gemeinderats angeregt. Die Idee fanden alle Stadträte so gut, dass sie sich dem Antrag anschlossen. Die Stadtverwaltung soll nun vorbereitende Gespräche führen.

14.10.2014

Tübingen. Die Idee für einen Flüchtlingsgipfel hatte FDP-Stadtrat Dietmar Schöning. Er regte an, dass Oberbürgermeister Boris Palmer in Abstimmung mit dem Landratsamt ein derartiges Treffen einberuft, um alle Aufgaben zu koordinieren oder zu erledigen, die zu einer erfolgreichen Integration von Flüchtlingen notwendig seien.

Das ist etwa die Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung, die Kinderbetreuung, Sportangebote – aber auch die Suche nach möglichst kleinen, möglichst integrierten Standorten sowohl für Asylbewerber-Unterkünfte als auch für die so genannte Anschlussunterbringung (Wohnungen für anerkannte Immigranten). Auch Paten für Flüchtlinge sowie eine informative Homepage können dazugehören.

Um all diese Aufgaben zu stemmen, müssen sowohl Stadt- als auch Kreisverwaltung mit der Wirtschaft, der Agentur für Arbeit, den Gewerkschaften, der Schul- und Sozialverwaltung, Vereinen, Initiativen, Kirchen und anderen sozialen Einrichtungen, Bauverwaltung und Wohnungsbauunternehmen zusammenarbeiten.

Schönings Idee gefiel allen anderen Stadträten gut. „Sie haben ausnahmslos alle gesagt, sie würden sich gerne dem Antrag anschließen“, berichtete Schöning gegenüber dem TAGBLATT. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der FDP-Antrag dann flugs zu einem interfraktionellen Antrag erklärt und im verkürzten Verfahren behandelt, so dass er als beschlossen gilt.

Schöning geht davon aus, dass es nach Vorgesprächen zwischen der Stadtverwaltung und möglichst vielen Interessenvertretern und gruppen noch in diesem Jahr zu einer ersten Gesprächsrunde kommen wird. „Eine zweite ist dann sicher nötig, vielleicht auch eine dritte – aber die Zeit eilt.“

Und das nicht nur, weil der Landkreis nun eine Asylunterkunft für rund 100 Flüchtlinge beim Landratsamt baut, sondern auch, weil das Asylgesetz geändert wurde: Asylbewerber und Geduldete dürfen sich jetzt schon nach 15 Monaten statt wie bisher nach vier Jahren gleichberechtigt mit Deutschen um Jobs bewerben. „Darauf muss man nun reagieren“, sagte Schöning. slo

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14.10.2014, 12:00 Uhr

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