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Das Hohelied des Pop

Tübinger Tage mit großem Kongress: „Popularmusik und Kirche“

Eine „wirklich große Nummer“ verspricht Christian Fischer in der letzten Septemberwoche mit dem viertägigen Kongress in Tübingen, der sich mit der Rolle und der Qualität von christlicher Popularmusik beschäftigt.

05.09.2014

Tübingen. Fischer ist als Rektor der Tübinger Kirchenmusikhochschule einer, der den Pop-Bereich gerade auch in der Ausbildung von jungen Kirchenmusikern verankert und vorangetrieben hat. Er selber kümmert sich dabei um den Jazz- und Popchor, und vor allem mit Landesjazzpreisträger Patrick Bebelaar, aber auch mit der Sängerin Barbara Bürkle und dem Arrangeur Samuel Jersak stehen der Hochschule gediegene Fachkräfte für den prosperierenden Fachbereich Popularmusik zur Verfügung.

Die evangelische Kirchenmusikhochschule im Schwabenhaus am Neckar war schon immer eine Speerspitze der kirchlichen Popularmusikbewegung in der Region, die allerdings säkularen Ausbildungschancen ein wenig hinterher hinkte. Das ändert sich längst, bemerkt Fischer. Die christliche Pop-Szene war sowieso immer eine starke, wenn auch nicht gleich wahrgenommene Parallelschiene des weltlicheren Musikbusiness. So wunderten sich Xavier-Naidoo-Fans, als plötzlich ein weithin unbekannter Christen-Rapper namens Danny Fresh neben dem Meister aus Mannheim auf der Bühne stand.

Danny Fresh, der einst als D-Boy bei den HipHoppern von W4C („Warriors for Christ“) mitmachte, ehe er auf eine solide Solokarriere setzte, ist einer der stillen Stars des Kongresses, der vom 25. bis zum 28. September an verschiedenen Orten in Tübingen stattfinden wird. Zuletzt hat Freestyler Fresh mit einer T-Shirt-Solidaritätsaktion für irakische Christen auf sich aufmerksam gemacht. Das T-Shirt zeit das arabische Zeichen für N („Nasrani“ oder „Nazarener“), das Islamisten an die Häuser der für vogelfrei erklärten christlichen Nachbarn pinseln.

An die 3000 Besucher werden erwartet

40 Veranstaltungen, davon 30 Workshops, sind geplant. Angestrebt sind dabei 200 bis 250 aktive Kongressteilnehmer und rund 3000 Konzert- und Gottesdienstbesucher. Neben Danny Fresh gibt zum Beispiel Roger Freece einen Workshop, der für Bobby McFerrin Arrangements geschrieben hat – Bebelaar: „Der hat fast genau so viel drauf wie McFerrin, ist halt nur nicht so berühmt.“

Die „Tübinger Tage“, wie dieser Kongress auch heißt, wollen profunde Fachleute über Popularmusik diskutieren lassen, aber auch kirchliche und nichtkirchliche Popularmusiker untereinander und mit ihrem Publikum ins Gespräch bringen. Einer der Teilnehmer, der dänische Songwriter Morten Kjær, hat eigens für das Tübinger Treffen eine Hohelied-Vertonung neu arrangiert, sie wird während des Abschlussgottesdienstes mit Landesbischof Otfried July am letzten Kongresstag in der Stiftskirche aufgeführt.

Neben Workshops und Vorträgen, Foren und Podien gibt es auch drei Konzerte und ein Theaterprogramm, die man sich womöglich im Kalender rot anstreicht:

Am Donnerstag, 25. September, treten um 19.30 Uhr in der Stiftskirche Johannes Falk & Band und das süddeutsche Duo Glasperlenspiel (von ihm ist die Titelmusik der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“) in einen musikalischen Dialog.

Am Freitag, 26. September, ebenfalls um 19.30 Uhr in der Stiftskirche: Der Laki-Popchor trifft den Jazzchor Freiburg und Roger Treece.

Am Samstag, 27. September, um 20 Uhr im Sparkassen-Carré: „Jazz meets Brass“ – Hochschuldozent Patrick Bebelaar hat seine Kumpel Michel Godard und Frank Kroll im Schlepptau, wenn er sich mit der Brass Connection (einer Auswahl aus Posaunenchören des CVJM-Westbundes) arrangiert.

Und schließlich am 25. und 26. September um 22 Uhr im Pfleghof: Die LTT-Gastproduktion „Ich glaube nicht, ich glaube schon“ mit Silvia Pfändner und Thomas Maos.

Wilhelm Triebold Mehr unter tuebinger-tage.de

Tübinger Tage mit großem Kongress: „Popularmusik und Kirche“
Christlicher Rapper und HipHopper: Danny Fresh.Agenturbilder

Tübinger Tage mit großem Kongress: „Popularmusik und Kirche“
Roger Treece

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05.09.2014, 12:00 Uhr

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