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Gabius erwartet „Wahnsinnsrennen“

Tübinger greift in Zürich 13-Minuten-Schallmauer über 5000 Meter an

Bei Olympia hatte sich Vize-Europameister Arne Gabius mehr erhofft – doch heute hat der 31-jährige von der LAV Stadtwerke Tübingen noch einen Saisonhöhepunkt: Im legendären Letzi-grund in Zürich greift Gabius seine Bestzeit über 5000 Meter an.

30.08.2012
  • Hansjörg Lösel

Tübingen. Weltklasse in Zürich – das Meetings-Motto gilt in besonderem Maße für das Rennen über 5000 Meter: Nur Europameister und Olympiasieger Mo Farah fehlt, weil er sich seinen gerade geborenen Zwillingen widmen will. Ansonsten ist die komplette Weltklasse vertreten. Der Äthiopier Dejen Gebremeskel hält die Weltjahresbestzeit (12:46 Minuten), er kann in Zürich den Gesamtsieg bei der Diamanten-Jagd schaffen. Je sieben Kenianer und Äthiopier sind dabei, sie wollen sogar Jagd auf den Weltrekord von Kenenisa Bekele (12:37) machen. Kurios: In diesem Elite-Feld reisen die Tübinger Arne Gabius (13:13) und Bernard Lagat (13:15) mit den schwächsten Saison-Bestzeiten an. „Das wird ein Wahnsinns-Rennen“, sagt Gabius, „im Vorfeld wurde viel gepoltert, anscheinend sollen die Tempomacher die 3000 Meter in 7:35 Minuten angehen“.

Mit eben 7:35 Minuten verbesserte Gabius vor zwei Wochen in Stockholm seine persönliche Bestzeit. Dort endete das Rennen allerdings nach 3000 Metern. „Stockholm war perfekt“, sagt Gabius. Er weiß aber ganz genau, dass er das Rennen in Zürich auf keinen Fall zu schnell angehen darf: „Für 3000 Meter habe ich mir selbst ein Limit gesetzt, knapp unter 7:50 Minuten.“ Wenn er das schafft, und auch den vierten Kilometer meistert (Gabius: „Das ist der Knackpunkt“), könnte er gar die 13 Minuten knacken. „Das ist natürlich eine Schallmauer, aber es ist machbar – sonst würde ich mir das auch nicht mehr antun, sondern wäre längst in den Urlaub gefahren“. Das Rennen beginnt um 21.30 Uhr, der TV-Sender Sport 1 überträgt live.

Mit seinem Weltrekord – ohne Tempomacher – sorgte David Rudisha für einen der Londoner Olympia-Höhepunkte. In Zürich, seinem einzigen Start nach Olympia, will der Tübinger Sommergast heute die Fabelzeit (1:40,91 Minuten) erneut angreifen. Unterstützt wird der 23-jährige auf der ersten Runde von Edeltempomacher Sammy Tangui (Kenia), der über die gleiche Schrittlänge wie der Olympiasieger und Weltmeister verfügt. Das Feld führt der 18-Jährigen Olympiadritte Timothy Kitum (Kenia) an. Am Dienstag reiste Rudisha im Auto mit Manager James Templeton aus Tübingen an – und erlebte in der Hotellobby eine Überraschung: Brother Colm O’Connell, der legendäre Förderer kenianischer Läufer, wartete auf seinen Athleten.

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30.08.2012, 12:00 Uhr

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