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Um allen Kindern Teilhabe zu ermöglichen: Gutscheine zu Nikolaus

Tübinger können Wünsche erfüllen

Einer der ersten geschmückten Weihnachtsbäume in Tübingen steht: Vor dem Sozialamt stellten Ehrenamtliche der „Aktion Wunschbaum“ am Freitagnachmittag eine Tanne mit bunten Kugeln und Sternen auf.

14.11.2015
  • Julia Klaus

Tübingen. Einwohner von Tübingen erfüllen Kindern aus einkommensschwachen Familien Weihnachts-Wünsche – das ist das Anliegen der Aktion. Der Jugendgemeinderat und der Verein „Wunschbaum Tübingen“ veranstalten das Benefiz-Projekt bereits zum achten Mal. „Dieses Jahr gibt es ein Novum: Wir verschenken keine Gegenstände mehr, sondern Aktivitäten“, so Amely Krafft, die Vereins-Vorsitzende.

Die engagierten Schüler und Studenten stellten hierfür einen Wunschzettel mit zehn Aktivitäten auf: darunter sind Kino-Karten, Jahreskarten für die Bäder und ein Zirkus-Workshop. Mehr als 520 Kinder mit einer Kreisbonuskarte aus dem Tübinger Stadtgebiet wurden bereits per Brief auf die Aktion aufmerksam gemacht.

Die Auswahl an Aktivitäten bringt es mit sich, dass die Aktion auf Kinder ab zehn Jahren beschränkt bleibt. Sie konnten sich eine Wunsch-Veranstaltung aussuchen. Die Resonanz sei wieder sehr positiv gewesen: „Wir haben um die 250 Wunschzettel zurückbekommen“, sagte Krafft. „Unsere Idee ist, dass Tübinger Bürger die Wünsche erfüllen. Wir wollen damit auf Kinderarmut aufmerksam machen“, sagte Steffen Müller vom Verein. „Dieses Jahr gehen wir bewusst weg vom Konsumgut und hin zur Aktivität. Denn wir glauben, dass Integration vor allem durch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird“, so Müller.

Der Jugendgemeinderat gab den Anstoß

Nun seien die Tübinger Bürger gefragt: Noch bis zum 4. Dezember kann für die eingereichten Wünsche gespendet werden. Diese sind auf der Webseite der Aktion einsehbar. „Dort steht dann auch, wie viel Prozent des Wunschs schon erfüllt sind. Man kann eine Aktivität auch nur teilweise bezahlen“, erklärte Krafft. Am 6. Dezember, dem Nikolaustag, verteilen die Ehrenamtlichen im Sozialamt dann von 14 bis 18 Uhr die Gutscheine.

Die Idee des Wunschbaums geht zurück ins Jahr 2008. Der Tübinger Jugendgemeinderat startete damals zum ersten Mal die Aktion. 2011 gründete sich zusätzlich der Verein, und seitdem kümmern sich beide Gruppen um die Weihnachts-Wünsche der Kinder.

Der Baum vor dem Sozialamt bleibt wie üblich bis ins neue Jahr stehen. Er soll in der Weihnachtszeit an die Aktion erinnern und mahnen, dass es vielen Menschen in Tübingen nicht so gut geht.

Tübinger können Wünsche erfüllen
Seit gestern steht der Weihnachts-Wunschbaum vor dem Tübinger Sozialamt. Ehrenamtliche starteten die Aktion. Von links Julia Mayer (Jugendgemeinderat), Amely Krafft (Wunschbaum-Verein), Steffan Müller (Wunschbaum-Verein) und Kai-Vincent Horn (Jugendgemeinderat). Bild: Sommer

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14.11.2015, 12:00 Uhr

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