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Türkei tötet IS-Kämpfer im Irak
Irakische Truppen rücken vor. Foto: afp
Mossul-Offensive

Türkei tötet IS-Kämpfer im Irak

Beim Vormarsch auf Mossul gibt es Erfolge. Doch dem Bündnis droht eine Zerreißprobe wegen der Rolle Ankaras.

25.10.2016
  • DPA/AFP

Bagdad. Seit Beginn der Offensive auf die IS-Hochburg Mossul haben türkische Truppen nach Angaben der Regierung in Ankara durch Artilleriebeschuss zahlreiche Kämpfer der Dschihadisten im Nordirak getötet. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Laurent Fabius, seit Beginn der Operation seien 17 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf diese Weise von türkischen Kräften getötet worden.

Der irakische Regierungschef Haider al-Abadi wies den Einsatz türkischer Truppen bei einer Pressekonferenz in Bagdad als falsch zurück. Bereits am Wochenende hatte es Streit über die Beteiligung der Türkei an der Mossul-Offensive gegeben. Die irakische Regierung lehnt einen Einsatz türkischer Truppen ab. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hatte zuvor gesagt, dass türkische Truppen auf Bitten kurdischer Peschmerga-Kämpfer im Rahmen der Offensive Artillerie- und Panzerfeuer eingesetzt hätten.

Kurdische Peschmerga-Kämpfer schlugen unterdessen nach eigenen Angaben einen Gegenangriff der IS-Extremisten nahe Sindschar zurück. Nach Militärangaben hatten die Dschihadisten versucht, mit mehreren mit Sprengstoff beladenen Autos die Truppen anzugreifen. Die Attacke habe aber gestoppt werden können. Südlich von Mossul berichtete das irakische Militär, rund 200 Familien befreit zu haben, die von der Terrormiliz festgehalten worden seien.

Das irakische Militär hatte vor einer Woche zusammen mit lokalen Milizen und kurdischen Truppen eine Großoffensive gegen den IS im Irak gestartet. Mossul ist die letzte Bastion der Terrormiliz im Land. Die Millionenstadt steht seit Juni 2014 unter Kontrolle der Extremisten. Die Anti-IS-Koalition unterstützt die Mossul-Offensive nach eigenen Angaben mit ihren bislang schwersten Luftangriffen. Seit Montag vergangener Woche seien mehr Luftangriffe geflogen worden als in jeder anderen Woche seit Beginn des Einsatzes im August 2014, erklärte der US-Beauftragte für den Kampf gegen den IS, Brett McGurk, im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Unterdessen warb US-Verteidigungsminister Ashton Carter für einen Einsatz zur Isolierung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) rund um die Hochburg Rakka in Syrien. Dieser müsse „so schnell wie möglich“ beginnen und parallel zur Offensive gegen den IS im irakischen Mossul laufen, sagte Carter bei einem Besuch im Nordirak. dpa/afp

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25.10.2016, 06:00 Uhr

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