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Nach Schmähgedicht

Türkei verlangt Strafverfolgung Böhmermanns

Der Streit um das Schmähgedicht des Komikers Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Erdogan weitet sich aus.

11.04.2016
  • AFP/EPD

Berlin. Die türkische Regierung erwartet einem Medienbericht zufolge eine Strafverfolgung Böhmermanns in Deutschland. Das habe der türkische Botschafter in einer Verbalnote an das Auswärtige Amt deutlich gemacht, berichtet der "Tagesspiegel".

Demnach will die Bundesregierung den Inhalt der Verbalnote "sorgfältig und so zügig wie möglich prüfen" und dann entscheiden, wie damit weiter zu verfahren sei. Am heutigen Montag kommen Mitarbeiter des Bundeskanzleramts, des Außenministeriums und des Justizressorts zur Beratung zusammen. Die Staatsanwaltschaft Mainz ermittelt derzeit gegen Böhmermann. Dabei geht es um den Vorwurf der Beleidigung von Vertretern ausländischer Staaten. Dies ist allerdings ein sogenanntes Antragsdelikt. Es kann nur juristisch verfolgt werden, wenn die Türkei oder Erdogan persönlich ein Strafverlangen stellen.

Zugleich erhielt Böhmermann Unterstützung etwa von Mathias Döpfner, dem Vorstandschef des Springer-Verlags. "Ich finde Ihr Gedicht gelungen. Ich habe laut gelacht", schrieb Döpfner in einem offenen Brief.

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11.04.2016, 06:00 Uhr

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