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Lauffen

Türkische Gemeinde verurteilt Brandanschlag als Terrorakt

Nach dem Brandanschlag auf eine Moschee der Islamischen Gemeinschaft in Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn) hat die Polizei bislang keine Spur zu den Tätern.

10.03.2018

Von dpa/lsw

Lauffen. Es sei auch noch offen, ob ein fremden- oder islamfeindlicher Hintergrund hinter der Tat stecke, sagte ein Sprecher der Polizei Heilbronn am Samstag. Die Beamten suchen nach mindestens fünf Tätern.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland verurteilte am Samstag den Anschlag und stufte ihn als Terrorakt ein. «Solche unmenschlichen Verbrechen sind Akte des Terrors, die nicht nur die Menschen direkt bedrohen, sondern auch die Grundfesten unserer Gemeinschaft erschüttern wollen», erklärte der Bundesvorsitzende Gökay Sofuoglu. «Wir fordern eine gründliche Aufklärungsarbeit.»

Die Polizei richtete nach eigenen Angaben eine Gruppe mit acht Ermittlern ein. Dabei gehe man vom Verdacht des versuchten Mordes und der schweren Brandstiftung aus. Bei dem Brandanschlag war niemand verletzt worden. Der Imam, der sich in dem Gebäude befand, konnte das Feuer am Freitagmorgen selbst löschen.

Unbekannte hatten Brandsätze, sogenannte Molotowcocktails, in das Gebäude geworfen. In dem Raum habe der Imam zu dem Zeitpunkt geschlafen, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Abend. Den Schaden schätzte die Polizei auf 5000 Euro. In dem Gebäude sind Gemeinschafts- und Fortbildungsräume, einen Teil nutzt der Imam als Wohnung. Ermittelt werde wegen des Verdachts des versuchten Mordes.

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Erstellt:
10. März 2018, 23:08 Uhr
Aktualisiert:
10. März 2018, 22:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. März 2018, 22:00 Uhr

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