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Tuifly geht wieder in die Luft

Passagiere der Airline blieben auf dem Boden. Nun hat der Konzern eingelenkt und gibt Garantien.

08.10.2016

Von DPA

Erschöpfte Urlauber am Flughafen Hannover. Foto: dpa

Langenhagen. Nach den massiven Ausfällen der vergangenen Tage geht der Ferienflieger Tuifly wieder von einem weitgehend normalen Flugbetrieb ab Sonntag aus. „Voraussichtlich werden 115 Flüge starten“, teilte die Airline am Freitag nach einem Schlichtungsgespräch im niedersächsischen Wirtschaftsministerium mit. Aus operationellen Gründen müsse Tuifly aber am Samstag große Teile des Flugprogramms streichen – 118 Flüge seien betroffen. Parallel organisiere Tui Zusatzflüge.

Zuvor hatte der Reisekonzern eingelenkt und war den Forderungen der Arbeitnehmer mit einer mindestens dreijährigen Standort- und Tarifgarantie entgegengekommen. Zudem wurde eine Entscheidung über die geplante Neuordnung nun von Ende September auf Mitte November verschoben, um mehr Zeit für die Suche nach gangbaren Vorschlägen zu geben.

Vor einer Woche war bekanntgeworden, dass Tuifly in eine neue Dachholding unter Führung von Etihad integriert werden soll. Arbeitnehmervertreter befürchteten Job-Verluste und kritisierten zu unkonkrete Angaben. Seitdem führen kollektive Krankmeldungen der Besatzungen zu Flugausfällen und massiven Verspätungen.

Der Touristikkonzern Tui sicherte zu, die Airline Tuifly solle für die Dauer von mindestens drei Jahren eine deutsche Gesellschaft mit Sitz in Hannover bleiben. Die heutigen Arbeitsverträge blieben solange bestehen und es gebe keine Einschnitte bei den Gehältern. Weitere Gesprächstermine mit den Arbeitnehmervertretern seien, beginnend ab Montag, für die nächste Woche vereinbart.

Bei Tuifly waren am Freitag fast alle Flüge ausgefallen. Die Airline versuchte mit gemieteten Maschinen und Crews einen Teil der Ausfälle aufzufangen. Tausende Passagiere waren betroffen. Auch Air Berlin musste nach eigenen Angaben 50 von 90 Flügen streichen. Etwa 45 Prozent des Flugprogramms hätten durch freiwillige Crews von Air Berlin und durch Subcharterflüge aufgefangen werden können, so die Airline mit.

Wegen der Ausfälle sitzen rund 900 Gäste der Thomas Cook- Veranstaltermarken Thomas Cook, Neckermann Reisen, Bucher Last Minute und Öger Tours in verschiedenen Urlaubsgebieten fest, wie Thomas Cook mitteilte. . dpa

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Erstellt:
8. Oktober 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
8. Oktober 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Oktober 2016, 06:00 Uhr

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