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München

Turbulenzen an Börsen bremsen Allianz

Börsenturbulenzen, höhere Schäden und die anhaltende Flucht von Fondskunden haben der Allianz im Sommer überraschend stark zu schaffen gemacht. Im dritten Quartal fiel der operative Gewinn mit 2,45 Mrd. EUR um 7,5 Prozent geringer aus als ein Jahr zuvor, wie Europas größter Versicherer gestern in München mitteilte.

07.11.2015
  • DPA

München In allen drei Konzernsparten ging es abwärts. Dennoch sieht Finanzvorstand Dieter Wemmer die Allianz auf Kurs, das operative Ergebnis im Gesamtjahr auf etwa 10,8 Mrd. EUR zu steigern.

Im dritten Quartal musste die Allianz sowohl in der Kernsparte mit Schaden- und Unfallversicherungen als auch im Lebens- und Krankengeschäft sowie der Vermögensverwaltung Gewinnrückgänge hinnehmen. Unter dem Strich fiel der Überschuss um 15,4 Prozent auf 1,36 Mrd. EUR. Grund dafür war ein positiver Steuereffekt aus dem Vorjahr, der sich diesmal nicht wiederholte. Auch der Konzernumsatz sank um 4,3 Prozent auf 27,5 Mrd. EUR.

Naturkatastrophen setzten der Allianz diesmal zu: Deren Folgen kosteten den Versicherer 144 Mio. EUR. Die schweren Explosionen im Hafen der chinesischen Stadt Tianjin im August schlugen allein mit 64 Mio. EUR. In der Lebens- und Krankenversicherung machte sich der Trend zu neuartigen Versicherungsprodukten ohne klassischen Garantiezins bemerkbar - allerdings nicht nur positiv.

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07.11.2015, 12:00 Uhr

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