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TSG-Duo hat gute Chancen

Turnen: Pia Tolle und Giulia Hindermann kämpfen in Berlin um WM-Tickets

Seit gestern bereiten sich in Berlin die deutschen Turnerinnen auf die Weltmeisterschaft in Rotterdam vor. Pia Tolle und Giulia Hindermann (TSG Tübingen) haben gute Chancen, bei den Titelkämpfen Mitte Oktober dabei zu sein.

02.10.2010
  • Thomas de Marco

Tübingen. Am 17. Oktober wird es ernst für die deutschen Turnerinnen bei der WM in Rotterdam: Dann sind die sechs Frauen, die Bundestrainerin Ulla Koch an die Geräte schickt, im Mehrkampf gefordert. Eine TSG-Turnerin ist auf jeden Fall dabei.

Denn neben den gesetzten Oksana Chusovitina (Köln), Elisabeth Seitz (Mannheim) und Lisa-Katharina Hill (Chemnitz) bewerben sich vier Turnerinnen für die restlichen drei Plätze. Pia Tolle und Giulia Hindermann, die gestern zur so genannten Unmittelbaren Wettkampfvorbereitung (UWV) nach Berlin gereist sind, konkurrieren mit Joeline Moebius (Chemnitz) und Annabelle Hölzer (Frankfurt). Die Entscheidung über die Zusammensetzung des WM-Teams fällt dann am 6. Oktober.

Die beiden TSG-Turnerinnen hätten gute Chancen, in Rotterdam dabei zu sein, sagt Bundestrainerin Ulla Koch. So hat die Tübingerin Giulia Hindermann vergangene Woche beim Länderkampf in Schaffhausen (Schweiz) gegen Rumänien und die Schweiz überzeugt. „Sie hat ihren besten Wettkampf überhaupt geturnt und mit 51,6 Punkten im Mehrkampf ihre höchste Wertung bisher erreicht“, sagt Koch.

Tolle, die bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin drei Bronzemedaillen gewonnen hat (unter anderem im Mehrkampf), war allerdings in Schaffhausen wegen einer Ellbogenverletzung nicht dabei. „Das ist aber kein Nachteil“, sagt die Bundestrainerin über die TSG-Turnerin aus Remshalden, die seit Montag wieder trainiert, „an dem soll es nicht scheitern.“

Die deutschen Spitzenturnerinnen Kim Bui (beginnt nach Kreuzbandriss wieder mit dem Training) und Marie-Sophie Hindermann (ebenfalls am Ellenbogen verletzt) von der TSG Tübingen fallen beide für die WM aus. „Die Jungen müssen diese Zeit nutzen, um aufzuholen, so lange diese beiden noch fehlen“, fordert Koch. Denn im Vergleich zu Marie-Sophie Hindermann und Bui müssten Tolle und die Hindermann-Schwester Giulia noch sehr viel arbeiten, um gleich gut zu werden. „Kim Bui und Marie-Sophie Hindermann sind richtig besessen vom Turnen, die wollten schon immer die Besten sein“, sagt die Bundestrainerin aus Bergisch-Gladbach. Diese Eigenschaften seien bei den beiden jüngeren TSG-Turnerinnen nicht so stark ausgeprägt.

Da die deutsche Riege durch die Ausfälle von Bui und Marie-Sophie Hindermann bei den Weltmeisterschaften sehr geschwächt an den Start geht, stapelt Ulla Koch vor diesen Titelkämpfen tief: „Wir wollen uns nur für die nächste WM qualifizieren.“ Um 2011 in Tokio dabei zu sein, müssen die deutschen Frauen in Rotterdam mindestens Platz 24 belegen. „Alles andere wäre aber auch schrecklich!“, sagt die Bundestrainerin.

Turnen: Pia Tolle und Giulia Hindermann kämpfen in Berlin um WM-Tickets

Turnen: Pia Tolle und Giulia Hindermann kämpfen in Berlin um WM-Tickets
Jetzt ist die zweite Turngeneration der TSG Tübingen mit Pia Tolle (vorne) und Giulia Hindermann (dahinter) gefordert. Kim Bui und Marie-Sophie Hindermann (ganz hinten) sind verletzt.Archivbild: Metz

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02.10.2010, 12:00 Uhr

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