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Barth bleibt Fraktionschef

UFW-Verein hat im Tübinger Rathaus nichts zu melden

So sehr es sich Ilona Raiser auch gewünscht hatte, dass Dieter Barth nach ihren Attacken frustriert das Handtuch wirft – diesen Gefallen tut der Vorsitzende der UFW-Fraktion der Vorsitzenden des UFW-Vereins nicht.

16.06.2012

Nach der „öffentlichen Schmähung meiner Person“ erklärte er zwar seinen sofortigen Austritt aus dem Verein (wir berichteten), den Sitz im Gemeinderat und den Vorsitz in der Fraktion will er aber behalten. Beides kann ihm niemand entreißen. Das von Raiser eingeforderte Ratsmandat eh nicht.

Da hat die Wählervereinigung nichts zu melden, das war immer klar. Aber darf Barth als politisch geächteter UFW-Dissident weiterhin die Führungsrolle in der UFW-Fraktion für sich beanspruchen und in ihrem Namen das große Wort im Gemeinderat führen? Er darf – auch gegen den Willen der UFW, wie Wilfried Raiser, Abteilungsleiter für „Kommunales“ im Rathaus, versichert: „Barth wurde von der Mehrheit seiner Fraktion zum Vorsitzenden gewählt, und das bleibt er so lange, bis er zurücktritt oder durch eine Mehrheit abgewählt wird.“

Letzteres ist nicht möglich: Denn neben Barth gehört nur noch Ursula Welz der Fraktion an, also kann der Fraktionschef nicht überstimmt werden.

Es sei denn, der vor einem halben Jahr ausgetretene Jürgen Steinhilber würde in die UFW-Riege zurückkehren – was Barth aber jederzeit verhindern könnte. Denn auch dazu bedürfte es einer Mehrheit in der zweiköpfigen Fraktion.

Ursula Welz ist für solche taktischen Spielchen nicht zu haben, schon gar nicht für den Wunsch von Ilona Raiser, sie möge es doch irgendwie schaffen, Barth abzusägen – und sei es durch die Gründung einer neuen UFW-Fraktion im Verbund mit Steinhilber. „Ich versteh’ den ganzen Ärger gar nicht“, sagt die 76-jährige Ratsnovizin, „Barth macht seine Arbeit tadellos, wir harmonieren wunderbar, ich seh’ da überhaupt kein Problem.“

Sepp Wais

UFW-Verein hat im Tübinger Rathaus nichts zu melden
Ursula Welz

UFW-Verein hat im Tübinger Rathaus nichts zu melden
Dieter Barth

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16.06.2012, 12:00 Uhr

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