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„Wir haben Tübingen sehr gern und freuen uns sehr, hier zu sein“

US-Botschafter John B. Emerson besuchte die Stadt

Zehn Stunden nahmen sich US-Botschafter John B. Emerson (Mitte) und seine Frau Kimberley Marteau Emerson (rechts) gestern für Tübingen Zeit. Am frühen Nachmittag schrieb der 61-Jährige im Hesse-Kabinett am Holzmarkt ins Goldene Buch der Stadt:

22.07.2015

Tübingen. „Herzlichen Dank für einen wunderschönen Besuch.Wir haben Tübingen sehr gern und freuen uns sehr, hier zu sein.“ Auf Deutsch. Als Kind lernte der studierte Philosoph und Jurist die fremde Sprache, um Gespräche zwischen seinem Vater und dessen deutschstämmiger Mutter zu verstehen. Hesses Werke kannte er aus dem Studium. Nun sah er den Ort, an dem der Schriftsteller seine Buchhändler-Lehre gemacht hatte und an dem es dank der alten Bücher und Möbel noch fast wie zu Hesses Zeiten riecht.

Vor dem städtischen Empfang hatte der Botschafter aus Berlin, der seit knapp zwei Jahren im Amt ist, bereits ein umfangreiches Programm absolviert. Emerson besichtigte das Deutsch-Amerikanische Institut, dessen Direktorin Ute Bechdolf ihn nach Tübingen eingeladen hatte, und ernannte dort Balinger Realschüler zu „Botschaftern in Turnschuhen“. Danach traf er sich mit Tübingens OB Boris Palmer (links) und Wirtschaftsvertretern zum Mittagessen im Hotel „Krone“. Seine Frau wäre nach einer kurzen Tour durch die Stadt gerne noch Stocherkahn gefahren. Doch der nächste Termin bei der Tübinger Biotech-Firma Curevac, die jüngst (wie berichtet) mehr als 40 Millionen Euro von der „Bill & Melinda Gates Stiftung“ erhalten hatte, stand an.

Emerson war bereits zum 21. Mal zu Besuch in Baden-Württemberg. Sie müssten mit ihren Töchtern, die gerade einen Intensiv-Deutschkurs in Freiburg machen, wiederkommen, sagte der Botschafter. In der Familie sei eine Debatte darüber entbrannt, welche der beiden Universitätsstädte grüner sei, erzählte Emerson zum Amüsement der geladenen Gäste.

Palmer, der Englisch sprach, zeigte sich „sehr stolz“ über den Besuch. In Namen der Stadt überreichte er dem Ehepaar Emerson den dicken Katalog über den Tübinger Vertrag „1514 – Macht Gewalt Freiheit“. „Freiheit und Demokratie“, sagte Palmer, „sind Werte, die wir teilen.“ Damit leitete er zu den Themen des Abends über, den der ehemalige Mitarbeiter im Stab von US-Präsident Bill Clinton – von 1993 bis 1997 – an der Uni verbrachte. Dort diskutierte er mit Amerikanistik-Studierenden und später auf einem Podium über „Aktuelle Herausforderungen im transatlantischen Verhältnis“. (Bericht folgt.) kai / Bild: Metz

US-Botschafter John B. Emerson besuchte die Stadt

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22.07.2015, 12:00 Uhr

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