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US-Konzerne kuschen vor Trump
Angestellte von Ford im US-Werk Flat Rock freuen sich über die Strategieänderung. Foto: dpa
Protektionismus

US-Konzerne kuschen vor Trump

Die angekündigte Politik des designierten US-Präsidenten zeigt schon Wirkung.

05.01.2017
  • DPA

Flat Rock. Ob Ford, General Motors oder Boeing – wenn Donald Trump Druck macht, geben selbst die größten US-Konzerne klein bei. Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, seitdem der Immobilienmogul zum US-Präsidenten gewählt wurde. Trump wird zwar erst am 20. Januar vereidigt, doch schon jetzt vergeht kaum ein Tag, ohne dass er sich aggressiv in die Unternehmenspolitik einmischt. Wie frei können Firmen in der traditionell marktliberalen US-Wirtschaft künftig noch agieren?

Zuletzt knöpfte sich der „President-elect“ den größten US-Autobauer GM vor. „Produziert in den USA!“, ging Trump das Unternehmen bei Twitter an und drohte mit hohen Einfuhrzöllen für Autos, die im Niedriglohn-Nachbarland Mexiko gefertigt werden. Wenig später gab GM-Rivale Ford überraschend bekannt, Pläne für ein 1,6 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. EUR) teures Werk in Mexiko zu beerdigen – wie von Trump gefordert. Stattdessen solle nun in großem Stil in den USA investiert werden.

Großer Profiteur ist eine Kleinstadt in Michigan. Flat Rock, keine 10 000 Einwohner, ein Ford-Werk als Dreh- und Angelpunkt. Am Dienstag plötzlich Ausnahmezustand: Ford kündigt an, die Fabrik für 700 Mio. Dollar (671 Mio. EUR) in eine High-Tech-Schmiede für innovative Mobilität umzurüsten.

Um Konzerne auf Linie zu bringen, wendet Trump Zuckerbrot und Peitsche an. Auf harte Twitter-Attacken folgen versöhnliche Gespräche mit Vorständen, denen daran gelegen ist, es sich mit dem künftigen Präsidenten nicht zu verscherzen.

So versprach Boeing-Chef Dennis Muilenburg rasch einen niedrigeren Preis, nachdem Trump gepoltert hatte, die Kosten für die neue Präsidentenmaschine Air Force One seien „außer Kontrolle“. Der Klimaanlagenbauer Carrier wurde mit Hilfe von Subventionen umgestimmt, bei rund 800 von ursprünglich 1400 Jobs auf die Verlagerung nach Mexiko zu verzichten. dpa

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05.01.2017, 06:00 Uhr

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