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Kommentar

USA kleiner machen?

Es ist nur allzu verständlich, dass die Vertreter der deutschen Industrie – wie die Wirtschaftsexperten weltweit – auf Donald Trumps angedeutete Wende der US-Wirtschaftspolitik auf zweierlei Weise reagieren: Entweder mit purem Entsetzen oder mit Gleichmut. Beides entspringt der selben Überzeugung, dass man sich die USA als Pionier der wirtschaftlichen Abschottung nicht vorstellen kann.

11.01.2017

Von HELMUT SCHNEIDER

Es mag sein, dass die neue US-Regierung mit Steuern oder Subventionen versucht, Investitionen ins Land zu lenken oder hier zu halten. Es mag auch noch vorstellbar sein, dass die technischen und bürokratischen Hürden im wirtschaftlichen Austausch mit dem Ausland, speziell mit Europa, nicht harmonisiert und standardisiert, sondern erhöht werden.

Das allein wäre schon ein schwerer Rückschlag für ein gedeihliches Wirtschaften, von dem alle Beteiligten profitieren. Unvorstellbar aber bleibt bis zum Beweis des Gegenteils, dass Trump das schwerste Geschütz der Abschottung und des Protektionismus auffahren wird: Schutzzölle auf importierte Waren – also zum Beispiel auf deutsche Autos. Oder auf chinesische Elektronik.

Trump will Amerika wieder groß machen. Das klingt so einfach wie eingängig. Ökonomisch gewendet und auf einen einfachen Nenner gebracht bedeutet dies: Mit Abschottung würde er die USA nur kleiner machen.

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Erstellt:
11. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2017, 06:00 Uhr

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