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Ein blendender Renntag

Über 10.000 Besucher bei der "Retromotor"

Über zehntausend Motorsport-Fans pilgerten am Sonntag zum „Retromotor“-Festival nach Tübingen. Mit dabei: Szene-Stars, Urgestein des Motorsport und viele, viele Hobby-Schrauber.

10.09.2012

Schau-Rennen der Weltmeister auf dem Retromotor-Festival

© Wegner 02:11 min

Tübingen. Zuschauer im fünfstelligen Bereich melden die Veranstalter des Motosport- und Oldtimer-Festivals „Retromotor“ in diesem Jahr. Für den Tübinger Motorsport-Häuptling Rainer Klink vom Automuseum „Boxenstop“ ein schöner Erfolg: „Die Stimmung freut mich, wir hatten keine Unfälle und das Wetter hat uns auch keinen Strich durch unsere Rechnung gemacht.“

Vom frühen Vormittag an waren gestern tausende Motosport-Jünger zum Oldtimer-Parcours im Gewerbegebiet Au gepilgert. „Circuit d‘Au“ hatten die Veranstalter den Kurs genannt, um der Rundstrecke im nüchternen Vorstadt-Ambiente wenigsten etwas mondänen Anstrich zu verpassen. Dass es tatsächlich ziemlich international wurde, hatte die Tübinger „Retromotor“ dann vor allem den Stargästen zu verdanken. Motorrad-Weltmeister wie Giacomo Agostini, Marco Lucchinelli, Dieter Braun, Jim Redman oder Freddie Spencer waren von früh bis spät von ihren Fans umlagert.

Die Grandseigneurs der internationalen Szene gaben Autogramme, ließen unter großem Jubel ihre antiken Motoren dröhnen und fuhren Showrennen am Vor- und Nachmittag. Mitverantwortlich für den Rummel war der Dußlinger Utz Raabe – fünfzehn Jahre im Vorstand des MV Agusta-Clubs. „Den Ago“, also Motorradlegende Giacomo Agostini, hätten die „Retromotor“-Macher wie andere auch recht problemlos bekommen. „Da gingen Mails hin und her, aber wir konnten ihn überzeugen, weil wir ja in gutem Kontakt stehen.“

Für ihre Gagen und den dauernden Applaus der Fans gaben die Stars der Szene dann auch ihr Bestes während der achtstündigen „Retromotor“-Paraden. Peter Rubatto, „Mister Superbike“, führte den so genannten „Lauf der Champions“ zweimal zu einem Start-Ziel-Sieg und schaffte es nebenher, mit rasanten Fahrten auf dem Hinterrad für viel Applaus zu sorgen. Und während draußen die Fahrer Gas gaben, schraubten im Fahrerlager Mechaniker-Halbgötter wie Piero Laverda stilecht an ihren alten Motorrädern herum, stets umringt von dichtgedrängten Fans. „Ein blendender Tag und ein wirklich ganz freundliches Publikum“, zeigte sich denn auch Laverdas Werkstatt-Nachbar, der 73-jährige Brite und achtfache Weltmeister Phil Read angetan. Read war den Organisatoren als neunter von neun Weltmeistern ganz kurzfristig in die Fänge gegangen.

Neben der Prominenz waren es vor allem Sammler und Hobby-Schrauber wie Hermann Bauer aus Stuttgart, die für Sehenswertes auf der „Retromotor“ sorgten. Bauer, 73, hatte einen futuristischen Tiger Sports 2000 dabei (siehe Bilderseite 22), der bei der großen Ausstellung mit Dutzenden von Oldtimern für viel Furore sorgte. „Man kennt sich ja unter uns Fans“, sagt Bauer. „Wenn man mich anruft, bin ich auch da.“

Bereits am Vortag hatten Oldtimer-Fans aus ganz Deutschland das Boxenstop-Museum geentert: für eine Ausfahrt mit ihren Karossen – aber auch um den Stars nah zu sein. Die rückten am Samstagabend im Kollektiv in der Brunnenstraße an. Unter den Augen des Ersten Bürgermeisters Michael Lucke trugen sie sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Danach ging es bei Häppchen und Antipasti einen Abend lang nur noch um eins: ums Motorradfahren.


Im etwas sensationsheischend „Fahrerlager“ genannten Teil der „Retromotor“ tummelten sich am Wochenende zahlreiche große und kleine Stars der Motorsport-Szene. Besonders umworben: Giacomo Agostini. Der 70-Jährige wurde bejubelt, egal ob er eine Torte anschnitt, seine Agusta röhren ließ oder während eines Rennens winkte. Ältere Fans ließen sich T-Shirts signieren, jüngere waren mit Spielzeug-Motorrädern auf Autogrammjagd. Ebenfalls von Motorradfreunden umworben: die Weltmeister Phil Read, Marco Lucchinelli, Luigi Taveri, Jon Ekerold, Dieter Braun, Jim Redman, Freddie Spencer und Mario Lega. Selbst die Team-Mechaniker von damals waren am Sonntag gefragte Gesprächspartner.

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