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Überblick über das GWG-Programm „Wohnen für alle“
Das mediale Interesse war groß, als die beiden Geschäftsführer der GWG, Uwe Wulfrath (links) und sein Stellvertreter Paul Schmid (rechts), zusammen mit Aufsichtsratsvorsitzenden Boris Palmer (Mitte) das Programm „Wohnen für alle“ vorstellten. Das Gebäude auf dem Foto in der Hechinger Straße soll spätestens 2021 abgerissen und neu bebaut werden.Bild: Sporrer
Investieren in günstiges Wohnen

Überblick über das GWG-Programm „Wohnen für alle“

Mit dem neuen Programm „Wohnen für alle“ will die GWG auf den angespannten Tübinger Wohnungsmarkt reagieren. Eine Übersicht.

14.03.2018
  • Lisa Maria Sporrer

Insgesamt 500 neue Wohnungen in zehn Jahren: Um den Tübinger Wohnungsmarkt zu entlasten, startete die Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Tübingen (GWG) ihr neues Programm „Wohnen für alle“.

Ambitioniert postierten sich die Verantwortlichen dafür am Dienstag vor dem „Auto-Palazzo“ an der Hechinger Straße/Ecke Autenriethstraße, um auf eines der größeren Projekte aufmerksam zu machen: Das Gebäude, in dem momentan noch eine Schulmensa untergebracht ist, soll spätestens in drei Jahren einem Neubau mit 50 Mietwohnungen weichen.

„Über den tatsächlichen Baubeginn, Höhe der Gebäude und etwaige Förderprogramme lässt sich noch nichts Konkretes sagen“, so der stellvertretende GWG-Geschäftsführer Paul Schmid. Eins scheint aber schon klar zu sein: An 15 Standorten im Stadtgebiet soll gebaut werden. Dafür gibt es bereits Zeitpläne und konkrete Planungen.

„Wir gehen damit neue Wege und konzentrieren uns auf eine neue Strategie“, sagte Geschäftsführer Uwe Wulfrath. Denn in den letzten zehn Jahren habe das kommunale Unternehmen sich auf die Sanierung und energetische Modernisierung konzentriert. So konnte die GWG zwar den Wert ihrer rund 2000 Wohnungen fast verdoppeln und gleichzeitig dem Klimaschutzprogramm der Stadt gerecht werden; neuer und günstiger Wohnraum konnte allerdings nicht geschaffen werden – vorerst, denn: „Die neue Strategie ist unser Beitrag zum städtischen Handlungsprogramm Fairer Wohnen“, sagte Wulfrath.

Momentan baut die GWG in der Konrad-Adenauer-Straße. In der Köllestraße war unlängst der Baubeginn für sieben Mietwohnungen für obdachlose Frauen. Und sobald die Baugenehmigung da ist, sollen auch in der Stuttgarter Straße weitere 33 Mietwohnungen entstehen.

Und auch in den kommenden Jahren sollen sukzessive neue Wohnungen gebaut werden. Im Einzelnen:

   Planungen für 2019

In der Eckenerstraße/Rheinlandstraße sind 33 Mietwohnungen geplant.

In der Eugenstraße 60–64 sollen nach Abbruch und Neubau acht zusätzliche Mietwohnungen beziehbar sein.

In der Sieben-Höfe-Straße 64–70 sind ebenfalls weitere 18 Wohnungen vorgesehen.

   Planungen für 2020

Die Planungen für den Neubau am Hechinger Eck laufen bereits. Der Gebäudekomplex soll Schule, Altenheim, Mietwohnungen und Tiefgarage vereinen.

Etwas unkonkreter sind die Bauvorhaben, die in den Teilorten zusammengerechnet etwa 60 zusätzliche Wohnungen vorsehen. Angefangen werden soll in Bühl, Pfrondorf und Weilheim.

Im Wennfelder Garten will die GWG der Villa Kunterbunt Ersatzräume bieten, wenn das Haus 2020 abgerissen wird. Im Untergeschoss soll dann aber auch nach Fertigstellung des Neubaus eine Kita einziehen.

   Planungen ab 2021

Jeweils 50 zusätzliche Mietwohnungen plant die GWG für 2021 in der Hechinger Straße und in der Ebertstraße. Und ab Mitte der 2020er Jahre dann erneut je 50 Wohnungen in der Sieben-Höfe-Straße 109–111 und in der Westbahnhofstraße/Rheinlandstraße.

„Bezahlbarer Wohnraum ist für mich die wichtigste soziale Frage unserer Zeit“, sagte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, der auch dem Aufsichtsrat der GWG vorsitzt. „Die Wohnsituation ist hochproblematisch. Diese neue Strategie der GWG bedeutet eben auch, sich der sozialen Verantwortung bewusst zu sein und sie wahrnehmen zu wollen.“

Viel Geld für Neubauprogramm und Modernisierung

130 Millionen Euro will die GWG in die zusätzlichen 500 Wohnungen in den nächsten zehn Jahren investieren. Parallel läuft das Programm zur energetischen Modernisierung von Bestandswohnungen weiter. Zusammen mit den regelmäßig anfallenden Kosten für Instandhaltungen rechnet die GWG damit, jährlich rund 20 Millionen Euro zu investieren. Zum Vergleich: 2016 lagen die Investitionen bei 22,4 Millionen Euro, 2017 waren es

21,2 Millionen. Von den 2003 Wohnungen der GWG waren Ende 2016 gut ein Viertel geförderte Wohnungen. Im Durchschnitt liegt die Grundmiete pro Quadratmeter bei 6 Euro.

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14.03.2018, 01:00 Uhr

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