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Vierschanzentournee

Überflieger und Sorgenkind

Während der formstarke Eisenbichler in Innsbruck erneut die Spitze angreifen will, steht der Vorjahreszweite Severin Freund vor einem Rätsel.

04.01.2017
  • dpa

Innsbruck. Mit jedem Versuch mehr wird Markus Eisenbichler die Skisprung-Anlage auf dem Bergisel sympathischer. „Ich fand die Schanze am Anfang einfach ein bisschen schwierig“, erklärte der Tournee-Vierte aus Siegsdorf nach seinem Qualifikationssprung auf 130 Meter. „Aber mittlerweile taugt mir die Schanze doch ganz gut“, fügte er an. Nach zwei Probeversuchen und Platz sechs in der Qualifikation nimmt Eisenbichler ein gutes Gefühl mit in den Wettkampf.

Beim dritten Tournee-Springen in Innsbruck heute (14 Uhr) ist der 25-Jährige der heißeste deutsche Podestanwärter – und gehört zum erweiterten Favoritenkreis. Doch dafür interessiert er sich selbst gar nicht. „Ich beschäftige mich nicht damit, ob ich die große Tournee-Hoffnung bin. Ich lasse mir keinen Druck machen“, sagte er. Auch Bundestrainer Werner Schuster zeigte sich von seinem derzeit stärksten Athleten angetan. „Ich bin sehr zufrieden, wie er derzeit agiert. Er hat wieder einen guten Sprung gemacht, aber das Niveau an der Spitze ist sehr hoch“, befand der Coach. Eisenbichler hält in der erweiterten Spitze mit, muss sich aber mit starker Konkurrenz wie dem Tournee-Führenden Kamil Stoch oder Quali-Sieger Stefan Kraft messen.

Die beiden Spitzenathleten werden beim dritten Wettkampf nicht nur weiter um die Gesamtwertung kämpfen, sondern im ersten Durchgang auch im direkten Duell gegeneinander antreten. Oberstdorf-Sieger Kraft gewann die Qualifikation und setzte mit 134,5 Metern ein deutliches Ausrufezeichen. Rivale Stoch verzichtete erneut auf die Qualifikation: „Ich will mehr Kraft haben für den morgigen Tag. Nach meinen beiden Trainingssprüngen fühle ich mich gut“, sagte der Pole.

Immer größer werden die Sorgen derweil beim Vorjahreszweiten Severin Freund, der in der Qualifikation nach einem völlig verkorksten Sprung bereits bei 116,5 Metern landete. „Der erste Trainingssprung war ganz gut, aber danach habe ich wieder rapide abgebaut. Das ist extrem nervig“, haderte Freund. Auch für Schuster war der Versuch seines langjährigen Top-Athleten viel zu wenig: „Das müssen wir nicht weiter kommentieren. Wir sind nicht zufrieden und er ist nicht zufrieden.“

Beim heutigen Springen dürfen sich Athleten und Fans allerdings auf ein Wartespiel einstellen. Anders als am gestrigen Quali-Tag, an dem die Sonne den Bergisel flutete, sind für den Wettkampf ein Wintereinbruch sowie Windböen vorhergesagt.

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04.01.2017, 06:00 Uhr

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