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Schinder-Ingos „Bekloppte“

Ultramarathon: Nordstetten ist am Sonntag Etappenziel des Deutschlandlaufs

Von Rügen nach Nordstetten in 13 Tagen – am Sonntag gegen 12.15 Uhr erwartet Deutschlandlauf-Organisator die ersten der noch 16 Läufer in seinem Wohnort vor dem Schloss. Nordstetten ist das 14. Etappenziel der Ochsentour quer durch die Republik.

18.09.2010
  • tobias zug

Nordstetten. Bei Gültstein werden sie die 1000-Kilometer-Marke erreicht haben – eintausend Kilometer sind dann bis dahin 16 Menschen quer durch Deutschland gelaufen. Gegen 12.15 Uhr erwartet Lauf-Organisator Ingo Schulze die ersten seiner wackeren Läufer in seinem Wohnort Nordstetten. Die drei Frauen, die gestartet sind – darunter die Mühringerin Heike Christ – sind bereits ausgestiegen.

„Die Mörderetappen sind vorbei“, berichtet Ingo Schulze. Von Kap Arkona auf Rügen sind die zu Beginn 34 Teilnehmer am 6. September losgelaufen. Haben in Zeltlagern und Wohnmobilen übernachtet. Liefen an der Küste bei Windstärke 7. Mussten sich von einem Markthändler in Pritzwalk (Brandenburg) als „alles Bekloppte“ titulieren lassen, wie Schulze berichtet, der dem guten Mann daraufhin klarmachen wollte, dass er im Prinzip ja recht habe – aber, sagt Schulze: „Es ist doch alles eine Sache des Trainings und der Einstellung!“ Für ihn sei es auch schwer vorstellbar, dass ein Mensch zwei Meter hoch „hüpfen“ kann.

Wenn die Deutschlandläufer in Nordstetten ankommen, haben sie die 14. Etappe hinter sich. 164 Kilometer sind es von da an noch bis zum Ziel Lörrach an der Schweizer Grenze, wo sie am Mittwoch erwartet werden. „Jetzt ist nur noch Auslaufen oder Entspannungslauf“, berichtet „Schinder-Ingo“, wie sich Schulze selbstironisch nennt. Läufer, die aufgeben wollen, spornt er wie ein Sklaventreiber nochmal an: „So Stefan, und nun schwinge die Keulen – oder soll ich deiner Familie sagen, dass du einfach nur nicht mehr wolltest?“ habe er den ans Aufhören denkenden Stefan Bicher auf der elften Etappe angemacht. Bicher stieg dennoch aus.

Führender des Trosses ist bisher Jürgen Wetzel, ein 48-jähriger Ultramarathonläufer aus Schöneberg. Zur Motivierung seiner Läufer hat Schulze gesagt, dass sie sich auf Nordstetten freuen könnten: Eine Nordstetter Physio-Praxis biete dort an, „unsere halbtoten Krieger für die letzten Etappen wieder fit zu machen“. Sein Sohn Reinhard schaue dabei nach Transfermöglichkeiten, er selber werde „die etwas schwächeren Läufer zur Halle fahren“ – er hat auch seine milden Seiten, der „Schinder-Ingo“.

Ultramarathon: Nordstetten ist am Sonntag Etappenziel des Deutschlandlaufs
Deutschlandlauf-Organisator Ingo Schulze, der am Sonntag mit seinen Läufern in Nordstetten ankommen wird. Archivbild: kpd

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18.09.2010, 12:00 Uhr

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