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Revitaliserung für das Kreiskrankenhaus

Umfangreiche Um- und Neubauarbeiten demnächst abgeschlossen

Das Freudenstädter Krankenhaus wird sich demnächst optisch neu aufgestellt präsentieren. Die Bevölkerung kann sich davon am Sonntag, 26. September, bei einem Tag der Offenen Tür überzeugen.

11.09.2010
  • MONIKA SCHWARZ

Freudenstadt. Momentan dominieren im Freudenstädter Klinikgebäude vor allem noch zahlreiche Handwerker das neue Bild. Sie sorgen für den letzten Feinschliff. Krankenhausgeschäftsführer Rainer Schmidhuber hegt aber keine Zweifel, dass der avisierte Zeitplan eingehalten werden kann – notfalls auch mit ein paar Überstunden.

Mit Abschluss dieser umfangreichen Bauphase ist die Krankenhausgesellschaft allerdings noch lange nicht am Ende ihres langen Modernisierungsweges angekommen. Bereits im kommenden Jahr soll nämlich unter anderem das neue Mutter-Kind-Zentrum mit dem „Wehengarten“ seine Pforten öffnen. Die dazu erforderlichen Bauarbeiten, denen eine vollständige Entkernung der ganzen Station vorausgeht, sind bereits im Gange.

Damit werden dann zunächst all die Maßnahmen abgeschlossen sein, die vom Förderantrag 1 über insgesamt 32 Millionen Euro umfasst waren. Ein zweiter Förderantrag über 28 Millionen Euro ist bereits im Rahmenfinanzierungsplan des Landes Baden-Württemberg enthalten, muss aber im Detail noch beraten werden. Gespräche mit dem Sozialministerium und dann mit dem Kreistag finden voraussichtlich während des nächsten halben Jahres statt, so Krankenhausgeschäftsführer Schmidhuber.

Was in diesen Tagen nun fertig wird, das ist in erster Linie der gesamte Eingangsbereich. Hier finden dann die Besucher eine ganz neue Aufteilung, schöne Fliesen, freundliche Farben und einer moderne Beleuchtung. Um eine optimale Platzaufteilung zu erreichen, wurde der bisherige Eingang leicht versetzt. Ein weiterer Hauptaspekt sind zwei neue Operationsräume in Containerbauweise, die direkt neben dem neu gebauten Aufwachraum liegen. Frisch operierten Patienten werden dadurch lange Wege erspart. Insgesamt fünf OP-Räume mit modernster Technik stehen den Patienten so fortan zur Verfügung.

Eine Besonderheit ist, dass die neuen OP-Räume auch Tageslicht erhalten. „Für die dort stundenlang arbeitenden Ärzte macht dies schon einen Unterschied“, so Schmidhuber. In neuen und ebenfalls farblich recht ansprechenden Räumlichkeiten wurde jetzt auch die Psychiatrie untergebracht. Diese liegt nun ganz in der Nähe der Ergotherapie. Auch diese Station wird am Tag der Offenen Tür zur Besichtigung offen steben. Und man kann auch einen Blick in die neue Mamma-Screening Abteilung des Hauses werfen. Oder in den neuen Schockraum zur Behandlung Schwerstverletzter – ein weiteres Plus des Freudenstädter Hauses. Obwohl er offiziell erst am 1. Oktober seine Arbeit aufnimmt, wird der neue Chefarzt der Inneren Medizin II, Prof. Florian Bea, ebenfalls zugegen sein und zum Thema Herzinfarkt referieren. Prof. Bea ist auch Spezialist in Sachen Gefäßchirurgie. Bea soll deshalb die Bestrebungen in Richtung Gefäßzentrum maßgeblich nach vorne bringen.

Durch die Räume des Herzkatheterlabors werden fachkundige Führungen angeboten. Weitere Vorträge über Gehirnoperationen, Schlaganfall, ADHS oder in Frauenheilkunde finden während des gesamten Tages statt. Im Zuge der Baumaßnahmen ebenfalls optimiert wurde die Energiebilanz. Etwa durch den Abbau der Klimaanlagen und mit Hilfe der Wärmerückgewinnung. Energieeffizienz heißt hier das Stichwort.

Rainer Schmidhuber und der Ärztliche Direktor Dr. Jürgen Schulze-Tollert sind überzeugt, mit diesen Maßnahmen „eine gebündelte Leistung auf maximalem Niveau“ anbieten zu können. Wichtig sei ein so erweitertes Leistungsspektrum auch mit Blick auf den medizinischen Nachwuchs. „Den bekommt man nämlich nur dann, wenn man ein gutes Weiterbildungsangebot hat“, so Schulze-Tollert. Deshalb wird schon auch über eine Bebauung der Tiefgarage nachgedacht. Partner werden hierbei gesucht, konkrete Beschlüsse gibt es noch nicht..

Umfangreiche Um- und Neubauarbeiten demnächst abgeschlossen
Krankenhausgeschäftsführer Rainer Schmidhuber steht hier im künftigen „Wehengarten“, in dem Schwangere nach Fertigstellung des Mutter-Kind-Zentrums ihre Gebärwehen auch im Freien ertragen können.Bild: mos

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11.09.2010, 12:00 Uhr

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