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Holzhausen·Fußball-Landesliga

Umweg über Unterhaching und Balingen

Der 20-jährige Pascal Schoch aus Marschalkenzimmern stürmt in der kommenden Saison für den FC Holzhausen. Grathwol und Mosca müssen heute zur MRT-Untersuchung.

17.04.2019

Von Jürgen A. Klemenz

Holzhausens Sportlicher Leiter Peter Kreth und Neuzugang Pascal Schoch. Bild: Jürgen A. Klemenz

Gute und schlechte Nachrichten hatte gestern der Sportliche Leiter des FC Holzhausen, Peter Kreth, zu vermelden. Die guten: Ab der neuen Saison stürmt der 20-jährige Pascal Schoch, derzeit noch in Diensten der TSG Balingen, für die Holzhauser: Die zweite gute Nachricht: Frederik Bruno, der in der Winterpause gekommene Neuzugang vom FC 08 Villingen, wird beim Frankreichtrip der Holzhauser ab dem Ostermontag nach Troyes nach überstandener Verletzung erstmals eine Halbzeit lang spielen.

Die schlechten Nachrichten: Domenico Moscas Knieverletzung vom Spiel gegen Darmsheim (7:0) wird heute bei einer MRT-Untersuchung unter die Lupe genommen. Ebenfalls heute muss Oliver Grathwol in die Röhre, der sich vor einer Woche beim 1:1 in Gechingen eine schwere Knieverletzung zugezogen hat. In beide Fällen hofft man beim FC, dass es nicht der befürchtete Kreuzbandriss ist.

Vertrag vorzeitig aufgelöst

Im Clubheim des FC überwog aber gestern die Freunde darüber, die Verpflichtung von Pascal Schoch vermelden zu können. Den hatte der FC Holzhausen schon länger auf dem Zettel, in der Winterpause scheiterte der Wechsel an der zu hohen Ablöseforderung der TSG Balingen. Dorthin ist der junge Stürmer aus Marschalkenzimmern vom Drittligisten Spvgg Unterhaching bis zum 30. Juni ausgeliehen. Normalerweise hätte Schoch dann wieder zurück nach Haching müssen, aber gemeinsam mit Unterhachings Präsident Manni Schwabl und Peter Kreth hat Schoch den bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrag mit dem Drittligisten aufgelöst, so dass der Weg frei ist für einen Wechsel nach Holzhausen.

„Pascal passt genau zu unseren Vorstellungen, junge Spieler aus der Region zu verpflichten“, sagte Peter Kreth. Diese sollen dann auch zu Identifikationsfiguren des FC werden, wie etwa der Mühlheimer Domenico Mosca oder der Bergfelder Oliver Grathwol. „Mit Janik Michel, Pascal Schoch, Sonay Erdem und Dominik Bentele haben wir dann eine Super-Offensive“, denkt der Sportliche Leiter schon an die kommende Saison.

Und für die hat sich auch Schoch etwas vorgenommen. „Wenn Holzhausen in dieser Saison den Aufstieg nicht packt, wollen wir auf jeden Fall in der kommenden Saison aufsteigen.“ Schoch ist sich sicher, dass „ich zu Janik Michel eine gute Ergänzung sein werde und wir erfolgreich zusammenspielen werden.“ Auch Peter Kreth sprach von einer „Top-Ergänzung für unsere Mannschaft.“ Freilich räumte Kreth ein, dass „wir Pascal sicher nicht bekommen hätten, wenn er in Balingen Spielpraxis bekommen hätte und dadurch zum Stammspieler geworden wäre.“

Denn als der junge Mann mit 19 Jahren nach Balingen kam, herrschte dort eine Rieseneuphorie nach dem Aufstieg in die Regionalliga und TSG-Trainer Ralf Volkwein vertraute erstmal seiner erfolgreichen Meistermannschaft. So kam der Youngster bisher nur zu neun Regionalligaeinsätzen, wurde meist in der Schlussviertelstunde eingewechselt. In der Landesliga bei der abstiegsbedrohten TSG II schoss er bisher neun Tore, dazu zwei im WFV-Pokal.

Pascal Schoch spielte in der Jugend bei den TSF Dornhan, ging aber schon als C-Jugendlicher zum SC Freiburg, wo er sich gleich im ersten Vorbereitungsspiel den Arm brach und ein halbes Jahr pausieren musste. In der B-Jugend wechselte er zum SV Zimmern und dann in der A-Jugend nach Unterhaching, wo er beim Bundesligaaufsteiger in der ersten Saison gleich elf Tore schoss. Auf eigenen Wunsch ließ er sich dann nach Balingen ausleihen. Dort allerdings lief es dann nicht so ganz wie erhofft.

Kreth, der derzeit auch dabei ist, die „Baustelle Trainer“ beim FC zu schließen, ist zuversichtlich, für die kommenden Saison eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen zu können. Neben den bisher bekannten Neuverpflichtungen hätte der Großteil für die neue Runde zugesagt. Mit vier Spielern müssten noch Gespräche geführt werden.

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Erstellt:
17. April 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
17. April 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. April 2019, 01:00 Uhr

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