Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Umwelthilfe: Stickoxid-Belastung «flächendeckend»
DUH-Chef Resch steht mit einem Verkehrverbotsschild vor dem Verwaltungsgericht. Foto: M. Murat/Archiv dpa
Berlin

Umwelthilfe: Stickoxid-Belastung «flächendeckend»

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert in der Debatte um schmutzige Stadtluft und Diesel-Abgase den Fokus auf einzelne Messstellen wie etwa das Stuttgarter Neckartor.

22.03.2018
  • dpa

Berlin. Stattdessen fordert sie Unterstützung für viel mehr Gemeinden. «Wir wollen darauf hinweisen, dass wir eine flächendeckende Bedrohung haben», sagte DUH-Chef Jürgen Resch am Donnerstag in Berlin, wo er eigene Messungen des Umweltschutz-Vereins vorstellte.

Demnach ist neben den vom Umweltbundesamt benannten Städten noch in weiteren, auch kleineren Orten die Luft relativ stark mit Stickstoffdioxid belastet, das auch aus Diesel-Abgasen kommt. Die DUH-Messungen entsprechen allerdings nicht den amtlichen Kriterien.

Resch forderte, die Politik dürfe sich nicht nur um bekannte Hotspots etwa in Stuttgart, München, Hamburg oder Düsseldorf kümmern. Die Messaktion an 559 verkehrsnahen Orten von 1. Februar bis 1. März mit sogenannten Passivsammlern habe weitere Städte mit hoher Belastung identifiziert, darunter das hessische Alsfeld oder Aschaffenburg in Bayern.

Die sehr detaillierten EU-Vorgaben, wo amtlich gemessen werden muss, hat die DUH nach eigenen Angaben nicht beachtet. «Natürlich hat unsere Messung überhaupt keine rechtliche Relevanz», sagte Resch. Es gehe darum, politisch Druck zu machen und darauf hinzuweisen, dass das Stickoxid-Problem nicht gelöst werde, indem etwa um bestimmte Messstellen herum Fahrverbote erlassen würden.

In Stuttgart herrscht derzeit der sechte Feinstaubalarm des Jahres. Zuletzt lagen die Werte aber unter dem zulässigen EU- Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft im Tagesmittel. Wie aus Daten der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) hervorging, wurden am besonders belasteten Neckartor am Mittwoch im Mittel 31 Mikrogramm gemessen. Für Donnerstag zeichnete sich ein ähnlicher Wert ab.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

22.03.2018, 13:50 Uhr | geändert: 22.03.2018, 13:30 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball