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Praktikum im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Umweltschutz und was dazu gehört

Sarah Diem, derzeit Praktikantin im Biosphärengebiet , ist dort vor allem für die Bereiche Tourismus und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Wegen der Vielfalt der Themen sei die Stelle für sie ein „absoluter Volltreffer“.

06.08.2012
  • moritz siebert

Reutlingen / Münsingen. Der Umweltschutz ist längst nicht mehr nur Sache des Ehrenamts. Im vergangenen Jahrzehnt hat er sich zu einem bedeutenden Faktor im Arbeitsmarkt entwickelt: Im Vergleich zu 2003 ist die Anzahl der Stellen im Umweltschutz rund um das Dreifache gestiegen. Die Arbeitsplätze entstehen in unterschiedlichsten Arbeitsbereichen, in Verwaltung, Energie und Wirtschaft oder Tourismus.

Auch Hochschulen bieten immer mehr Studiengänge im Bereich Umwelt und Naturschutz an: An der Universität Freiburg etwa hat Sarah Diem „Waldwirtschaft und Umwelt“ studiert. Der Abschluss erfolgt in diesem Studiengang mit einem dreimonatigen Praktikum, das in einem entsprechenden Bereich absolviert werden muss. Die 25-Jährige ist mit dem „Praktikum für die Umwelt“, das Commerzbank und Europark als „Open-Air-Praktikum“ ausschreiben, im Biosphärengebiet auf der Alb gelandet.

Begeistert von der Natur und für deren Schutz sei sie schon immer gewesen. Nach ihrem Abitur und einem freiwilligen sozialen Jahr in Argentinien nahm sie zunächst ein Soziologiestudium auf, das sie bald wieder abbrechen sollte – um Waldwirtschaft und Umwelt zu studieren. Ist die Natur spannender als die Gesellschaft? „Es ist vor allem spannend“ – und darum gehe es ihr auch hauptsächlich – „beides miteinander in ein verträgliches Verhältnis zu bringen.“

Es gelte Handlungsmöglichkeiten auszuloten, die Prozesse der Natur verstehen zu lernen und Natur und Mensch miteinander in Einklang zu bringen. „Etwas idealistisch“, gibt sie zu. Mit ihrer Vorstellung ist sie im Biosphärengebiet, eine Modellregion, in der das vorbildliche Miteinander von Mensch und Natur demonstriert wird, aber genau am richtigen Ort.

Diem ist die vierte Praktikantin, die mit dem „Praktikum für die Natur“ in der Münsinger Geschäftsstelle des Biosphärengebiets tätig ist. Ziel des Praktikums ist es, erlerntes Wissen in der Praxis anzuwenden und neue Bereiche kennenzulernen. Hinter den Kulissen, und da agiert Diem überwiegend, öffnen sich allerdings unterschiedlichste Arbeitsfelder, mit denen sie während ihres Studiums nie zusammengekommen ist: Marketing, Öffentlichkeitsarbeit oder Tourismus. Sie arbeitet mit den Biosphären-Partnern zusammen, versucht neue Partner zu gewinnen, sie ist bei der Auszeichnung von Betrieben dabei oder organisiert Veranstaltungen, etwa wie kürzlich den Auftritt auf dem Neigschmeckt-Markt in den Reutlinger Planie.

Ein Praktikumsplatz im Biosphärengebiet ist attraktiv (Unterkunft und Verpflegung werden plus 250 Euro Taschengeld bereitgestellt) und ist auch entsprechend beliebt. Für Diem ist das Praktikum „ein absoluter Volltreffer“ und die facettenreiche Tätigkeit im Biosphärengebiet ein Traumberuf.

Nur einen ganz kleinen Haken hätte der Arbeitsplatz: Radtouren über den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen und Wanderungen in der Region seien schön, auch noch nach drei Monaten, aber „Kino wäre ab und zu auch nicht schlecht“. Doch um Großstädte macht das Biosphärengebiet einen großen Bogen.

Umweltschutz und was dazu gehört
Sarah Diem, 25, ist Praktikantin im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Bild:Siebert

Commerzbank und Europarc Deutschland (Dachverband der Nationalparke, UNESCO-Biosphärenreservate und Naturparke in Deutschland) unterstützen das Projekt „Praktikum für die Umwelt“. Studierende aller Fachbereiche mit Vordiplom können sich bewerben. Mit Unterstützung der hauptberuflichen Mitarbeiter in den Großschutzgebieten soll das Engagement junger Menschen für Natur und Umwelt gefördert werden. Des weiteren bietet die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets eine Praktikumsstelle an, die Einblick in die Aufbauarbeit des Biosphärengebiets bietet. Bewerbungen für beide Stellen können von Studentinnen und Studenten erfolgen, die ein Pflicht-Praktikum oder ein Praxissemester absolvieren müssen. Siehe dazu www.biosphaerengebiet-alb.de.

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06.08.2012, 12:00 Uhr

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