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Echte Esel und Narren

Umzug mit vielen Schaulustigen in Schwalldorf

Die Schwalldorfer Narrenzunft ist seit 25 Jahren ein richtiger Verein. Und hat auch am Wochenende einen beeindruckenden Umzug auf die Beine gestellt.

08.02.2010
  • werner bauknecht

Schwalldorf. Unterm Motto „Dr Flegga macht‘s“ zogen am Samstag Nachmittag 40 Gruppen mit etwa 1200 Hästrägern vor ebenso vielen Zuschauern durch den 800-Einwohner-Flecken. Die einheimische Lumpenkapelle, die „Narrentreiber“, lief vorneweg, dann kam schon die Narrenzunft Schwalldorf. Erst seit den 1990er Jahren gibt es die Narrenzunft als Verein. „Vorher war es eine lose Vereinigung“, erzählt Ralph Fischer, der „Vize“ der Zunft. „Damals haben wir den Umzug noch im kleinen Rahmen mit dem Schützenverein zusammen abgehalten.“ Inzwischen besteht die Zunft aus den Elbenlocher Hexen, den Bären und den Schwalldorfer Dralle.

Man merkte, dass die Narren sich untereinander kennen. So konnte Hauptmoderator Fischer nicht nur die Entstehungsgeschichte der meisten Figuren berichten, sondern kannte oft auch noch die Namen der Hästräger.

Für helle Aufregung bei den vielen Kindern im Publikum sorgte die Narrenzunft Obernau: Die „Obernauer Esel“ mit ihren Eselsmasken ließen sich nämlich von einem echten Esel anführen.

Die Lumpenkapelle aus Bietenhausen blies und trommelte ihr Lied vor der Honoratioren- und Moderatorentribüne auf dem ehemaligen Dorfplatz besonders engagiert. Da klatschte auch der Rottenburger Oberbürgermeister Stephan Neher begeistert mit.

Umzug mit vielen Schaulustigen in Schwalldorf
Die Sieben-Hügel-Hexen aus Salzstetten bauten auch in Schwalldorf immer wieder einen spitzen Hügel auf. Bild: Mozer

Gefährlich wurde es für die vielen hübschen Mädchen und Frauen am Straßenrand: Viele landeten in einem Riesentopf mit Stroh oder auf dem Boden, mitten in einer Meute aufgeregter Hexen – oder sie wurden einfach davongetragen und später ohne Schuhe wieder freigelassen.

Laut knallen ließen es die Kirchheimer Klosterteufel mit ihren langen Peitschen. Die Göttelfinger Mohopser machten mit kleinen Fahrzeugen, nicht größer als Mofas, die Straße unsicher. Einer zog eine Badewanne hinter sich her, ein anderer fuhr nur auf zwei Rädern, während die anderen zwei in der Luft schwebten.

Zum Abschluss dann die Hausener Lumpenkapelle Butzenmäggeler (das hat etwas mit der Nase zu tun), die die Zuschauer mit ihrer Musik zur anschließenden Straßenfasnet animierten.

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08.02.2010, 12:00 Uhr

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