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Unbeliebte Unentschieden
„Druck ist relativ“: Nehrens Co-Spielertrainer Philipp Reitter (rechts). Archivbild: Ulmer
Fußball-Landesliga

Unbeliebte Unentschieden

FC Rottenburg und SV Nehren wollen sich am Wochenende in Spielen gegen Teams aus unterer Tabellenhälfte von der Abstiegszone entfernen.

04.11.2016
  • David Scheu

Meistens sei sein Team derzeit in der Außenseiterrolle, hatte Rottenburgs Trainer Florian Parker vergangene Woche im TAGBLATT gesagt. Aber: Für das kommende Wochenende gilt das nicht. „Natürlich wollen und müssen wir gewinnen. Es zählen nur drei Punkte“, sagt Parker vor dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Schwenningen am Samstag (15 Uhr). „Unentschieden machen wir eh nicht“, sagt der Coach, dessen Team in 13 Spielen noch nicht ein einziges Mal Remis spielte.

Auch auch ganz unabhängig vom Tabellenplatz des Gegners gibt’s Gründe für Rottenburger Zuversicht. Einerseits die Leistung vom Wochenende, als der FCR nach starker zweiter Hälfte das Derby bei der TSG Tübingen am Ende knapp und unglücklich verlor. „Das hat schon Selbstvertrauen gegeben und gezeigt, dass wir gegen jeden mithalten können“, sagt Parker. Andererseits entspannt sich auch die Personallage immer mehr – fehlen wird morgen nach aktuellem Stand nur Steve Berhane (Prüfungen). „Motivation und Zug im Training sind gleich ganz anders, wenn alle da sind“, sagt Parker.

Unterschätzen werde er den Gegner aber in keinem Fall: „Angeschlagene Boxer sind die gefährlichsten“, sagt Parker, der von einer „Abstiegsschlacht“ gegen den Letzten ausgeht: „Auch die müssen gewinnen, die werden sich nicht verstecken.“ Spricht also für viele Tore, zumal die beiden anfälligsten Hintermannschaften der Liga aufeinander treffen. „Auch wenn wir es jede Woche sagen: Diese Serie wollen wir brechen und endlich mal zu Null spielen, unbedingt“, sagt Parker. Gespielt wird vermutlich im Hohenbergstadion. Allerdings: Im allerbesten Zustand ist der Rasen nicht. Und da für morgen Dauerregen vorhergesagt ist, möchte Parker ein Ausweichen auf den Kunstrasen auch nicht völlig ausschließen.

Sogar sehr wahrscheinlich auf Kunstrasen wird der SV Nehren am Sonntag (14.30 Uhr) in Freudenstadt antreten. „Aber darauf können wir uns schon vorher einstellen. Das gilt nicht als Ausrede“, sagt SVN-Co-Trainer Philipp Reitter trotz des Freudenstädter Vorteils, unter der Woche auf dem Geläuf trainieren zu können.

Gegen die punktgleichen Freudenstädter rechnen sie beim SVN mit einem engen Spiel. „Mit einem Sieg können wir uns etwas absetzen, mit einer Niederlage hinten reinrutschen“, sagt Reitter, der trotz des Heimvorteils des Gegners gar nicht erst auf einen Punkt spekulieren will: „Du kannst nur ganz schwer in ein Spiel gehen mit dem Ziel, Unentschieden zu spielen. Als Spieler willst du immer gewinnen.“ Umso mehr, da der Spielplan für den SVN bis Weihnachten ein ziemlich happiges Programm bereit hält: Nach dem Spiel gegen Freudenstadt geht’s ausnahmslos gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte – erst gegen Gärtringen, dann hintereinander gegen die beiden Verbandsliga-Absteiger Nagold und Böblingen. „Da können wir gegen Freudenstadt sicher am ehesten was reißen“, sagt Reitter. Großer Druck also? „Druck ist relativ“, sagt der Co-Trainer. Und verweist auf die vielen erfahrenen Spieler beim SVN: „Wir können damit umgehen. Vor allem nach der Relegation letzte Saison sind wir da abgehärtet.“

Offen ist derzeit der Einsatz der angeschlagenen Stammspieler Jakob Braun, Kevin Frank und Benedikt Rammeiser. „Wir werden aber trotzdem ein gutes Team stellen“, sagt Reitter, der sich über die Rückkehr von Dennis Murr freut: „Er ist willensstark und übernimmt Verantwortung.“

TSG und SV: mit Konstanz und Wut ins Wochenende

Nach der halbstündigen Schwächephase am Sonntag gegen Rottenburg will die zweitplatzierte TSG Tübingen am Sonntag bei den Reutlinger Young Boys in erster Linie Konstanz in ihr Spiel bringen: „Das ist schon länger Thema bei uns. Wir haben uns da in den letzten Jahren aber auch stabilisiert und verbessert“, sagt Trainer Michael Frick. Kollege Robert Hofacker vom SV 03 Tübingen hofft derweil, dass die Wut nach dem unglücklichen Pokal-Aus unter der Woche bis zum Sonntag anhält. „Denn diese Aggressivität werden wir gegen Metzingen brauchen. Die sind besser als ihr Tabellenplatz“, sagt Hofacker, der Änderungen in der Startelf ankündigt: „Nicht wegen der Leistung, sondern weil wir mehr als elf gleichwertige Spieler haben.“

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04.11.2016, 01:00 Uhr

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