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Mit neuen Projekten

Uni-Kooperation soll ausgebaut werden

Eine 40-jährige Partnerschaft verbindet die Uni Tübingen und die rumänische Universität Cluj. Mit einem Festakt würdigten dies am Montag die Vertreter beider Hochschulen.

24.06.2015
  • koe

Tübingen. „Sie überstand alle Unwägbarkeiten der Geschichte und wurde immer wieder mit neuem Leben erfüllt. Die Uni Tübingen ist stolz auf diese Partnerschaft“, freute sich Rektor Prof. Bernd Engler. Vor 40 Jahren hatten die Uni Tübingen und die rumänische Babes-Bolyai Universität Cluj (Klausenburg) ein Partnerschaftsabkommen geschlossen – eine der ersten Partnerschaften, die im Zuge des damaligen Ostpartnerschaftsprogramms der westdeutschen Rektorenkonferenz vereinbart wurden. Rund 100 Gäste kamen am Montagabend in die Alte Aula, um dies zu feiern.

Die ersten Studenten aus Klausenburg haben sich offenbar schon im 16. Jahrhundert an der Tübinger Uni eingeschrieben, so Engler. „Das müssen die Historiker klären. Wir sind jederzeit bereit, eine Feier zum 500-jährigen Jubiläum vom Zaun zu brechen“, versprach der Rektor. Es sei das Verdienst der beiden Universitäten, dass mitten im Kalten Krieg eine solche Partnerschaft möglich wurde. Das akademische Miteinander schaffe „Verständnis für unterschiedliche Kulturen und das Verbindende zwischen ihnen“. Es gelte nun, „den wissenschaftlichen Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Forschungsprojekte zu intensivieren“.

Prof. Ioan-Aurel Pop, Rektor der Uni Cluj, erinnerte an die wechselvolle Geschichte der Universität und ihrer Vorgängerin, einer von Jesuiten geleiteten Akademie. Schon immer sei Cluj eine internationale Uni gewesen. Nachdem Rumänien 1967 als erstes osteuropäisches Land diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik aufgenommen hatte, sei die Idee zu einem Partnerschaftsabkommen entstanden. Das schließlich 1975 geschlossene Abkommen habe den Menschen Hoffnung auf Veränderung gegeben.

Auch Reinhold Gall, Innenminister des Landes Baden-Württemberg, warf einen Blick in die Geschichte. Weit reichten die Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und Rumänien zurück: Die später so genannten Donauschwaben siedelten dort. Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen viele von ihnen nach Deutschland. Bis 1990 habe das Land zudem politische Flüchtlinge aus Rumänien aufgenommen.

Nach einem Vortrag des Historikers Dieter Langewiesche über das Verhältnis von „Nationalstaat und Empire“ erneuerten die beiden Rektoren das Abkommen. Mit den Gästen aus Rumänien kamen die Besucher beim anschließenden Stehempfang ins Gespräch. Ophelia Koller und Oliver Brodmann vom Akademischen Orchester der Uni Tübingen umrahmten die Veranstaltung musikalisch.

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24.06.2015, 12:00 Uhr

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