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Wieder Spielräume

Uni begrüßt die neue Hochschulfinanzierung

Als einen „guten Tag für die Weiterentwicklung der Universität Tübingen“ lobt Uni-Rektor Bernd Engler den gestern in Stuttgart unterzeichneten neuen Hochschulfinanzierungsvertrag. Die Stärkung der Grundfinanzierung und die Laufzeit bis 2020 ermöglicht es den Universitäten unter anderem, neue Stellen zu schaffen.

10.01.2015

Tübingen. Nach zwei so genannten „Solidarpakten“ mit dem Land, die mit Sparvorgaben verbunden waren, lässt der neue Vertrag zwischen dem Land und den Hochschulen mit sechsjähriger Laufzeit die Grundfinanzierung wieder ansteigen. 2,2 Milliarden Euro sollen insgesamt zusätzlich in die Grundfinanzierung fließen. Wie viel davon auf die Universität Tübingen entfällt, war gestern in Zahlen noch nicht genau zu beziffern.

Uni-Rektor Engler spricht jedoch von einer „deutlichen Stärkung“ der Grundfinanzierung, die den Landesuniversitäten „die erforderlichen Spielräume“ zurückgebe, um neue Stellen zu schaffen und damit auch neue Akzente „für die Verbesserung der Lehre und den Ausbau innovativer Forschungsbereiche“ zu setzen. Der neue Vertrag stärkt aus Sicht des Rektorats die Autonomie der Hochschulen und verbessert damit die Möglichkeiten der Profilbildung – mithin die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Ein Projekt, dem die Finanzmittel zugute kommen werden, nannte Engler bereits: Die Tübinger School of Education werde ihre fachdidaktische Expertise im benütigten Umfang ausbauen. Lob für Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und die grün-rote Landesregierung insgesamt: Diese Mittel-Bereitstellung, erwartet Engler, dürfte „bundesweit Signalwirkung haben“.

Freude auch bei der Universitätsmedizin: Dank einem zusätzlich zur Grundfinanzierung bewilligten Sonderprogramm „Medizin im globalen Wettbewerb“ werde sich auch die Tübinger Medizin in der Anwerbung von Drittmitteln und den „besten Köpfen“ deutlich besser aufstellen können als bisher, sagte Fakultätsdekan Prof. Ingo Autenrieth.

Der Tübinger grüne Landtagsabgeordnete Daniel Lede-Abal sieht in der besseren Finanzierung vor allem eine Verpflichtung für die Hochschulen, ihre bisher häufig befristeten Arbeitsverhältnisse zu verstetigen und abzusichern. Dazu trage auch bei, dass nach dem Vertrag befristete Programm-Mittel in Grundfinanzierung umgewandelt werden.

Laut Lede-Abal haben sich die Rektoren in dem Vertrag verpflichtet, Stellen für Daueraufgaben unbefristet zu besetzen und bei begründeten Befristungen eine Laufzeit von mindestens zwei Jahren einzuhalten. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rechnete aus, dass landesweit bis zu 3800 neue Dauerstellen an den Hochschulen entstehen könnten, ein Zuwachs von fast 13 Prozent.

100 Millionen zusätzliche Euro wird das Land jährlich in den Hochschulneubau stecken. Außerdem werden die stark gestiegenen Energiekosten der Universitäten in dem Vertrag dynamisch finanziert.

Geregelt wurde auch die Mitbestimmung von Studierenden bei den Qualitätssicherungsmitteln für die Lehre: Über die Verwendung von 20 (bei insgesamt 150) Millionen Euro können sie in einem bestimmten Rahmen entscheiden.

upf

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10.01.2015, 12:00 Uhr

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