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Als Fräulein Uschi noch die Fernleihe-Marke entgegennahm

Unibibliothek feiert mit einer Ausstellung mehrere Jubiläen

Hier aus Holz, seit hundert Jahren aus Stein: der Bonatzbau. Am 21. November 1912 eröffnete die Tübinger Unibibliothek (UB) ihren Sitz in der Wilhelmstraße.

23.11.2012
  • Fabian Ziehe

Tübingen. Ein feierlicher Tag, wie die Fotos hinter dem Modell in der Wandelhalle zeigen. Immerhin hieß der Bau „Königliche Bibliothek“, bis sich sein Stuttgarter Architekt Paul Bonatz als Namensgeber durchsetzte. Auf den Tag genau hundert Jahre später begann am Mittwoch eine Ausstellung zum Jubiläum mit einem Festakt im Alten Lesesaal. 150 Gäste waren gekommen, um auch zwei weitere Geburtstage zu begehen: Das Hauptgebäude feiert heuer 50-jähriges, der Ammerbau zehnjähriges Bestehen. „100 – 50 – 10“ lautet daher der Titel der Ausstellung, die sich auf mehrere Bereiche der UB verteilt. In der Wandelhalle sind neben Bauplänen und Fotografien des Bonatzbaus die zuvorigen Standorte zu sehen: die Alte Aula. Und dann der Rittersaal im Schloss. „Das war kein optimaler Standort“, schilderte Uni-Kanzler Andreas Rothfuß die damalige Situation: Sieben Leseplätze für Dozenten, 40 für Studierende, keine Beleuchtung, keine Heizung – da war man froh über den Neubau in der Wilhelmstraße. Die erste Erweiterung nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Hauptgebäude war schon bei Baufertigstellung zu klein. Dort bediente die Literatursuchenden „Fräulein Uschi“, deren Arbeitsplatz man im Hauptgebäude betrachten kann. Dort steht auch ein Gebührenmarken-Automat für Fernleihen: drei Mark einschmeißen und drei Mal drehen, dann gab es das Billett fürs Lesefutter von weiter weg. Im Ammerbau sind „spektakuläre Baumomente“ zu sehen, so UB-Chefin Marianne Dörr. Etwa Fotos des Brückenschlags vom Hauptgebäude zum Ammerbau. In der Waschhalle hängen Bilder aus der Zeit, als sie eben noch eine Waschhalle war und nicht ein Zeitschriften-Lager. Die Ausstellung ist die ganze Woche über zu den Öffnungszeiten der UB zu sehen.

Unibibliothek feiert mit einer Ausstellung mehrere Jubiläen

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23.11.2012, 12:00 Uhr

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