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Harmonie im Dorf stimmt

Unser Dorf hat Zukunft (5): Vesperstüble ist in Fischingen neuer Ort der Kommunikation

Seit einem Jahr ist Rita Seitz in Fischingen Ortsvorsteherin. Ihre Bilanz ist zweigeteilt: Als positiv empfindet sie es, dass die Grundstrukturen für einen idealen Wohnort vorhanden seien und die Harmonie im Dorf stimme. Sorgenfalten breiten ihr dagegen die Entwicklung von Kindergarten und Grundschule. „Momentan haben wir so wenig Schüler und Kindergartenkinder wie noch nie“, klagt sie.

18.09.2010
  • Nils Horst

Unser Dorf hat Zukunft (5): Vesperstüble ist in Fischingen neuer Ort der Kommunikation
Einen schönen Blick direkt auf die Kirche haben nicht nur die Fischinger Einwohner von der Brücke aus. Bild: Kuball

Fischingen. Der Kindergarten ist nur noch eingruppig und auch die Grundschule hat momentan nur noch zwei Kombiklassen. Die neue Schulleiterin Daniela Huber sei zwar bestrebt neue Strukturen zu schaffen – so gibt es zum Beispiel seit einem Jahr einmal wöchentlich ein Mittagessen – doch wenn ab 2013 die Schulamtsgrenzen wegfallen und die Eltern ihre Kinder auf die Schule ihrer Wahl schicken dürfen, könne es für Fischingen schwer werden. Deswegen ist Seitz froh, dass Schulleiterin Daniela Huber sehr engagiert ist und versucht, neue Wege mit der Grundschule zu gehen.

Bereits jetzt findet eine ausgedehnte Kooperation mit dem Kindergarten statt. Die ältesten aus dem Kindergarten besuchen momentan den Werkunterricht in der Schule und nehmen aktiv am Unterricht teil. Soweit es geht, versucht die Ortsvorsteherin die Schule und die sehr aktive Schulleiterin zu unterstützen. Wenn die Kooperation weiter so harmoniert und die Strukturen irgendwann Fuß gefasst haben, werde die idyllische Grundschule am Neckar auch weiterhin gut angenommen, ist sie sich sicher.

Unser Dorf hat Zukunft (5): Vesperstüble ist in Fischingen neuer Ort der Kommunikation
Auch das ist Fischingen: Schmale Gassen und Haus an Haus. Bild: Kuball

Trotz dessen ist sie gerne Ortsvorsteherin, erzählt sie. Seit der Übernahme des Amtes sei der Zuspruch seitens der Bürger sehr gut gewesen. Sie selbst sieht sich als Kommunikationsvermittlerin im Dorf und versucht stets für alle Angelegenheiten, ein offenes Ohr im Rathaus zu haben. Auch die Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat funktioniere. „Die Harmonie im Dorf ist wunderbar“, unterstreicht Seitz. Alle Vereine arbeiten gut zusammen und auch die Jugendarbeit funktioniere. Neben den Angeboten vom Musik-, Sport-, Fischerei- und Kleintierzuchtverein gebe es auch noch eine Pfadfindergruppe. „Vereine sind wichtige Kulturträger im Ort und deshalb finde ich es gut, dass Fischingen ein solch großes Angebot hat“.

Die Verjüngung bei der Narrenzunft im Vorstand habe gezeigt, dass auch heranwachsende Verantwortung übernehmen wollen und bereit sind, sich im Dorf zu engagieren.

Ganz toll findet Seitz es, dass der Ort durch das Vesperstüble seit geraumer Zeit wieder einen Kommunikationstreff für Bürger und Vereine habe. „Es hat sich sogar wieder ein Stammtisch gegründet“, berichtet sie. Für Fischingen ist diese Anlaufstelle eine ganz wichtige Bereicherung. Manuela Schiller ist aus ihrer Sicht die Wirtin par excellance. Und auch sonst ist die Grundversorgung im Ort gegeben. Neben den Angeboten von der Landbäckerei Schwind komme auch einmal in der Woche der mobile Metzger in den Ort. Seit geraumer Zeit ist mit Carmens Frisörlädle auch ein Frisör im Ort. „Alle Angebote werden prima angenommen“, bekräftigt Seitz.

Über Stagnation macht sie sich keine Sorgen. Auch wenn seit einiger Zeit im Neubaugebiet Schlossberg-Langäcker keine Bauplätze mehr verkauft wurden, so zogen immerhin drei Familien nach Fischingen. „Seit Jahren haben wir konstante Einwohnerzahlen“, bestätigt sie. Der demografische Wandel sei zwar da – dies könne man auch im Ortskern sehen, wo sich meist die älteren Bürger treffen – trotz dessen sehe sie Fischingen gerade wegen der kurzen Entfernung zu Empfingen und zur Bundesautobahn 81 als attraktiven und zukunftsfähigen Ort.

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18.09.2010, 12:00 Uhr

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