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Wohnen, wo andere urlauben

Unser Dorf hat Zukunft (6): In Hopfau fehlt eigentlich nur das Internet

Seit sechs Jahren ist Daniela Wittig mittlerweile Ortsvorsteherin in Hopfau. Zufrieden kann sie feststellen, dass die Infrastruktur im Ort sehr gut und die Gemeinschaft im Dorf intakt ist. Probleme bereiten ihr zwei Themen: das langsame Internet und der schlechte Zustand der Straße.

22.09.2010
  • Sascha Eggebrecht

Hopfau. Wer schon mal die Straße von Hopfau nach Neckarhausen befahren hat, kann das Klagelied der Ortsvorsteherin Daniela Wittig mitsingen: „Der Straßenbelag ist in einem schlechten Zustand. Da helfen auch keine Flickarbeiten mehr!“ Wittig plädiert für einen neuen Straßenuntergrund und nimmt die Politiker in die Pflicht: „Zur Stärkung des ländlichen Raums gehören auch die Straßen – und die sollten in einem guten Zustand sein“, stellt die Ortsvorsteherin klar.

Ebenfalls verbesserungswürdig ist der Handy-Empfang in Hopfau. „Im Moment steht ein gekaufter Bauplatz leer, weil der Bürger bei uns keinen Empfang und auch nur eine ganz langsame Internetverbindung hat“, sagt Wittig. Ortschaftsrat Uwe Vincon hat sich der Sache angenommen und ist fieberhaft auf der Suche, nach einer Lösung für dieses Problem. „Doch bis jetzt sind wir nach der Absage der Telekom noch nicht all zu weit gekommen. Es gibt einfach derzeit keine anderen Möglichkeiten“, bedauert Wittig. Die Ortsvorsteherin setzt nun all ihre Hoffnungen auf Vodafone. „Im Moment testet das Unternehmen eine neue technische Variante aus. Ich hoffe, die wird uns weiter helfen“, sagt Wittig, wohlwissend, dass eine Internetverbindung für die Bürger und auch für die Geschäftsleute im Ort von großer Wichtigkeit ist.

Wichtig ist der Ortsvorsteherin auch die gute Infrastruktur im Ort. „Wir wohnen dort, wo andere Urlaub machen“, sagt Wittig, die bedauert, dass im vergangenen Jahr der Tante-Emma-Laden von Gerda Kummer dichtmachen musste. „Das war schon ein großer Verlust für Hopfau. Doch ansonsten können wir uns wirklich nicht beklagen.“ Denn in Hopfau haben die rund 680 Einwohner die Möglichkeit beim Metzger Zuckschwerdt und bei der Bäckerei Knöpfle einzukaufen. „Dieses Angebot wird von den Einwohnern auch gern und viel angenommen“, sagt Wittig. Zudem hat Hopfau noch einen Blumenladen, eine Gärtnerei und eine Tankstelle. Und ganz neu ist die Tischlerei Fröhlich, die nun sogar Gewerbe in den Ort gebracht hat.

„Somit sind wir in Hopfau gut aufgestellt“, sagt Wittig, die aber auch noch einige Wünsche für die Zukunft hat. „Ich hoffe, dass noch ein weiteres Baugebiet ausgewiesen wird. Denn wir dürfen nicht stagnieren, sondern müssen uns weiterentwickeln“, sagt die Ortsvorsteherin, die auch noch hofft, dass die Gemeinschaft in Zukunft weiterhin so gut zusammen hält. „In dieser Hinsicht läuft bei uns wirklich alles rund.“

Auch die Vereinsarbeit wird von Wittig in den höchsten Tönen gelobt. „Der Musikverein hat die Jugendausbildung wieder aufgenommen und belebt. Die Ausbilder machen mit den Kindern nicht nur Musik, sondern auch andere Dinge, so dass der Spaß nie zu kurz kommt“, sagt sie. Freude haben auch die Jugendlichen im Ort. Schüler der achten Realschulklasse haben während eines Projektes einen kleinen Bauwagen auf dem Brachfeld aufgemöbelt, so dass die Jugendlichen dort nun einen Aufenthaltsraum haben. „Das ist wirklich eine tolle Sache, ich hoffe, dass der Wagen noch intensiver genutzt wird“, sagt Wittig.

Unser Dorf hat Zukunft (6): In Hopfau fehlt eigentlich nur das Internet
Nicht nur von außen wirkt die Hopfauer Idylle wie eine heile Welt. Laut Ortsvorsteherin Daniela Wittig ist im Dorf wirklich (fast) alles im Lot. Bilder: Kuball

Unser Dorf hat Zukunft (6): In Hopfau fehlt eigentlich nur das Internet
In der neu gestalteten Ortsmitte können Hopfauer auf einer Bank ausspannen.

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22.09.2010, 12:00 Uhr

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