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Natursteinpark Rongen

Unter alten Bäumen

Der nicht genehmigte, aber lange geduldete Natursteinpark Rongen am Tübinger Galgenberg ist bei den Leserbriefen das Aufreger-Thema (Sabine Lohr berichtete am 12. November).

13.11.2012

1. Die Belastung der Galgenbergstraße – immerhin zu einem „besseren“ Wohnviertel gehörend – mit circa sieben Lastwagen pro Tag ist neben dem Schul- und Parkplatzsuchverkehr sicherlich nicht unerheblich.

2. Die Redakteurin hat Recht, wenn sie sagt, dass diese gewerbliche Nutzung in einem (Naherholungs-)Wald nicht genehmigungsfähig sei. Das Steinlager ist ein Beispiel für das vielerorts sichtbare Vollzugsdefizit im Naturschutz.

3. Zahlreiche Spaziergänger bummeln gern unter alten Bäumen des für Fußgänger permanent geöffneten Geländes, besichtigen den Gesteinslehrpfad und bewundern die Skulpturen. Auch Kindergruppen sind von dem strukturreichen Gelände begeistert. Dieser „Fremdkörper“ im Wald scheint also längst nicht allen Anwohnern ein Dorn im Auge zu sein.

4. Während der umgebende Wald fast jährlich durch das Fällen unter anderem von wertvollen Biotopbäumen gestört wurde, dürfen auf dem Steinparkgelände (für Tübinger Verhältnisse) Baumgiganten trotz hohen Holzpreises noch ungehindert wachsen. Ich bestreite nicht, dass einzelne Bäume aufgrund des Steingewichts Schaden nehmen, aber wie kommt die Redakteurin angesichts des ausgeprägten Jungbestandes darauf, dass dort „kein einziger Baum nachwächst“? Wenn dieser Laubwald nach Abzug der Firma Rongen einer „ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“ zugeführt würde, dann litten unter dem Holzeinschlag nicht nur Baumbewohner wie Schwarzspecht oder Fledermäuse sondern auch der Erholungswert.

5. Ich hoffe, dass der Steinrecyclingbetrieb eine neues Firmengelände findet, denn seine Tätigkeit ist allemal umwelt- und sozialverträglicher als die Materialgewinnung aus den Steinbrüchen der Welt.


Barbara Lupp, Tübingen

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13.11.2012, 12:00 Uhr

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