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Chaoten auf dem Spielfeld

Unterbrechung wegen Magdeburger Fans - Großaspach siegt 1:0

Ausschreitungen in Großaspach: Beim Spitzenspiel der dritten Liga stürmten Anhänger des Aufsteigers 1. FC Magdeburg den Platz. Die Partie musste unterbrochen werden, zwei Ordner wurden verletzt.

23.11.2015

Von DG

Großaspach Nach dem 1:0 für die SG Sonnenhof Großaspach von Michele Rizzi durch einen umstrittenen Foulelfmeter in der Schlussphase der Partie knallte bei einigen Anhängern des 1. FC Magdeburg die Sicherung durch. Sie brachen das Tor vom Fanblock auf und stürmten aufs Feld. SG-Torwart Christopher Gäng, der in seinem Gehäuse unmittelbar vor dem Tor zum Gästefanblock stand: "Ich hörte einen dumpfen Knall und bin sofort losgerannt. Wenn die Leute ausrasten und dann auf einen drauf gehen, dann sehe ich schwarz."

Sieben Minuten war die Partie unterbrochen. Einem Ordner wurde ein Zahn ausgeschlagen, seinen Kollegen traf ein Gegenstand am Kopf. Die Spieler der Gäste konnten die Krawallbrüder dann aber beruhigen und sie wieder zum Gang auf die Tribüne bewegen. "Es ist sehr ärgerlich, dass so etwas passiert. Ein Kompliment an die Magdeburger Spieler, wie schnell sie die Situation in den Griff bekommen haben", lobte SG-Trainer Rüdiger Rehm. Sein FC-Kollege Jens Härtel war erbost über das unrühmliche Verhalten der Rabauken: "So etwas ist natürlich nicht in Ordnung. Die Fans haben nichts auf dem Feld zu suchen. Solche Aktionen gehören nicht zum Fußballsport."

Nach dem Erfolg mischt Großaspach weiter im Konzert der Großen mit. "Diese Leistung war eine Reaktion auf unsere Niederlage in Kiel. Wir hätten bei diesem Spitzenspiel auch mit einem Punkt leben können", kommentierte Rehm, der gestern seinen 37. Geburtstag feiern konnte. Der Sprung auf Zweitligaaufstiegsplatz zwei ist nun aber eine angenehme Nebenerscheinung. "Das ist doch ein gutes Gefühl", meinte Rehm. Oder wie Torschütze Rizzi treffenderweise sagte: "Der Wahnsinn geht weiter."

Im Hintergrund versuchen Magdeburger Chaoten, das Spielfeld in Großaspach zu stürmen - zum Entsetzen von Tarek Chahed (Nr. 24). Foto: Alexander Becher

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Erstellt:
23. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
23. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. November 2015, 12:00 Uhr

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